Trikots und Schuhe beleben die Umsätze
Fußball-EM rettet die Sportbranche

Fußball ist trotz der Pleite der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Portugal wieder in. Im ersten Halbjahr gingen nach Angaben des Verbands Deutscher Sportfachhandel (VDS) rund ein Fünftel mehr Fußball-Schuhe über die Ladentheken als im vergangenen Jahr.

HB MÜNCHEN. Wolfgang Schnellbügel, Chef der Sporthändlervereinigung Sport 2000, sprach gestern auf der Sportmesse Ispo in München sogar von einem Plus von rund 40 Prozent. Vor allem Fußballschuhe mit Sohlen, die auch auf der Straße getragen werden können, seien derzeit in Mode.

Vergangene Woche hatte bereits Adidas-Salomon angekündigt, dass der Umsatz des Sportkonzerns mit Fußball-Artikeln dieses Jahr von rund 800 auf 850 Mill. Euro steigen werde. Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft sowie während des Turniers in Portugal habe der Konzern so viele Bälle wie noch nie verkauft, hieß es. Auch die Trikots seien begehrt.

Der deutsche Sporthandel kann einen Umsatzschub durch den Fußball gut gebrauchen. Bis Ende Mai seien die Umsätze der Händler um rund fünf Prozent eingebrochen, sagte Werner Haizmann, Präsident des VDS. Sport 2000 rechnet für seine Händler im ersten Halbjahr mit einem Minus von knapp drei Prozent. „Noch nie zuvor wurde so rational und emotionslos konsumiert“, bedauerte Sport-2000-Manager Harald Ostermeir die Kaufzurückhaltung der Deutschen.

Ganz anders das Bild im Ausland: „Die Situation des europäischen Marktes ist im Augenblick wesentlich besser als die des deutschen“, betonte Verbandschef Haizmann. Das beweisen auch die Zahlen der großen deutschen Sportkonzerne Adidas und Puma. Die beiden Firmen aus Herzogenaurach versprechen für dieses Jahr kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Der Zuwachs stammt allerdings hauptsächlich aus dem Geschäft jenseits der deutschen Grenzen.

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