Trimet nimmt Arbeit auf
Hamburger Aluhütte läuft wieder

Die Ende 2005 stillgelegte Hamburger Aluminiumhütte ist offiziell wieder in Betrieb. Der neue Besitzer Trimet lässt in dem bekannten Werk nun wieder Aluminium schmelzen. Vor andertalb Jahren geriet die Schließung der Hütte zum Politikum.

HB HAMBURG. Mit einem symbolischen Knopfdruck fuhr Bürgermeister Ole von Beust am Mittwoch zwei Öfen der Elektrolyseanlage an. Beust sprach von einem „wichtigen Signal für den Industriestandort Hamburg“. Die Inbetriebnahme durch den neuen Besitzer Trimet beweise, dass die Grundstoffindustrie in Deutschland Zukunft habe.

Nach fast eineinhalb Jahren wird damit in Hamburg wieder Aluminium produziert. Bis Jahresende soll die Zahl der Arbeitsplätze von derzeit 200 auf bis zu 400 ansteigen. In der Hansestadt sollen ab 2008 jährlich etwa 140 000 Tonnen Aluminium produziert werden.

Die früheren Anteilseigner hatten im Sommer 2005 entschieden, das Werk wegen der hohen Strompreise in Deutschland stillzulegen und damit bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Mehrere Gespräche von Politik und Anteilseigner waren zuvor gescheitert. Die Anlagen wurden Ende vergangenen Jahres an den deutschen Aluminiumhersteller Trimet verkauft. Bisherige Besitzer waren die Konzerne Alcoa, Amag und Hydro.

Trimet hat nach eigenen Angaben bereits im März damit begonnen, die Produktion wieder hochzufahren. Insgesamt sollen 270 Öfen in Betrieb genommen werden.

Der Aluminiumstandort Hamburg-Altenwerder wird laut Wirtschaftssenat aus einem Verbund der Anlagen von Trimet und dem Konzern Hydro Aluminium Deutschland gebildet. Trimet betreibe die Hütte (Elektrolyseanlage) und plane, das derzeit noch stillliegende Anodenwerk nach einer Modernisierung und Erweiterung im kommenden Jahr wieder in Betrieb zu nehmen. Dadurch würden zusätzlich rund 50 Jobs entstehen. Hydro gehört in der Nachbarschaft der Hütte eine Gießerei und ein Walzwerk.

Trimet besitzt neben der Hütte in Hamburg auch Werke und Standorte in Düsseldorf, Essen, Gelsenkirchen, Harzgerode und Sömmerda. Durch die Übernahme rückte das Unternehmen nach eigenen Angaben zum größten deutschen Hersteller von Primäraluminium auf.

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