Trotz Absatzeinbruch keine Werksschließungen geplant: VW plant drastische Kostensenkungen

Trotz Absatzeinbruch keine Werksschließungen geplant
VW plant drastische Kostensenkungen

Mit Kostensenkungen will Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder den Konzern wieder auf die Erfolgsspur bringen. Audi-Chef Martin Winterkorn wies unterdessen Spekulationen zurück, er wolle Pischetsrieder beerben.

HB BERLIN. Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder hat Gerüchte dementiert, denen zufolge der Konzern angesichts der Absatzkrise und des Gewinneinbruchs insbesondere in den USA plane, einzelne Standorte zu schließen. «Werksschließungen wird es nicht geben», sagte Pischetsrieder der Berliner «Welt am Sonntag».

Auch an der laufenden Modelloffensive werde sich nichts ändern. Ein Verkauf der Luxuswagen-Sparten wie Bentley oder Bugatti sei ebenfalls ausgeschlossen. «Das würde keinen Sinn machen. Das Geld ist längst ausgegeben und die Erträge sind in Sicht», sagte Pischetsrieder.

Am Dienstag stellt der VW-Chef sein Sanierungsprogramm für den angeschlagenen Konzern vor. Das Programm sehe in erster Linie Kostensenkungen vor, kündigte Pischetsrieder an. Dabei werde kein Bereich ausgenommen. Gleichzeitung solle die Leistungsfähigkeit des Konzerns insgesamt erhöht werden. Das entspreche auch durchaus der bisherigen Konzernpolitik: «An wesentlichen Teilen des Programms wird schon seit zwei Jahren gearbeitet. Jetzt allerdings mit deutlich verschärftem Tempo und zusätzlichen Maßnahmen», sagte Pischetsrieder dem Blatt zufolge weiter.

Ein Ende des Preiskampfs in Europa erwartet der VW-Chef vorerst nicht: «Mit Ausnahme der Luxusklasse gerieten die Preise in den vergangenen vier Jahren immer weiter unter Druck. Ich fürchte, dass der Trend auch in den kommenden Jahren anhalten wird», sagte Pischetsrieder weiter.

Unterdessen wies Audi-Chef Martin Winterkorn Spekulationen zurück, er wolle an die Spitze des Mutterkonzerns VW aufrücken. Dies sei «Quatsch», sagte er der «Berliner Zeitung». «Pischetsrieder ist der Chef, und ich stehe an seiner Seite.» Mit seinen Aufgaben bei Audi sei er die nächsten Jahre gut beschäftigt.

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