Trotz Absatzkrise in Europa
Ford mit einem der besten Jahre aller Zeiten

Der US-Autohersteller Ford hat ein starkes Jahr 2013 hingelegt. Bei der Sanierung des krisengeplagten Europageschäfts geht es allerdings nur langsam voran. Immerhin hat Ford-Chef Mulally hier sein Ziel übertroffen.
  • 0

DetroitDer zweitgrößte Autobauer der USA, Ford, blickt nach eigenen Angaben auf eines der besten Jahre seiner Unternehmensgeschichte zurück. Unterm Strich erzielte Ford 2013 einen Gewinn von 7,15 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro), 26 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Den Umsatz steigerte Ford um zehn Prozent auf fast 147 Milliarden Dollar.

„Wir hatten ein außergewöhnliches Jahr 2013“ erklärte Konzernchef Alan Mulally. Ford sei zudem „gut aufgestellt für ein weiteres solides Jahr“. Auch Finanzchef Bob Shanks zeigte sich äußerst zufrieden. Das zurückliegende Jahr sei „eines der besten Jahre“ gewesen, das die Konzerngruppe je erlebt habe, erklärte er. Die Gewinne resultierten aus Rekordergebnissen in Nordamerika, dem Asien-Pazifik-Raum und Afrika, einer Verbesserung in Europa und einem „soliden Jahr“ beim konzerneigenen Kreditinstitut.

Bei der Sanierung seines krisengeplagten Europageschäfts kommt das Unternehmen allerdings nur langsam voran. Der nach General Motors zweitgrößte US-Autobauer dämmte den Vorsteuerverlust auf dem alten Kontinent im abgelaufenen Jahr auf 1,6 Milliarden Dollar ein.

Damit erreichte der von Alan Mulally gesteuerte Konzern das selbst gesteckte Ziel, besser abzuschneiden als im Vorjahr, als in Europa noch ein Minus von knapp 1,8 Milliarden Dollar zu Buche stand. Einige Analysten hatten nach der Anhebung der Prognose im Herbst jedoch auf eine stärkere Erholung gehofft. Frank Schwope von der NordLB etwa sagte, er habe mit einem Vorsteuerverlust „in Richtung von einer Milliarde“ gerechnet.

Grund für das verhaltene Tempo von Ford sind hohe Investitionen in neue Modelle sowie Kosten für den Personalabbau in Europa. Wegen der hartnäckigen Rezession in Europa hatte der Konzern aus Dearborn unweit der US-Autostadt Detroit bereits Ende 2012 ein Sparprogramm aufgelegt, um bis zur Mitte des Jahrzehnts in Europa wieder profitabel zu sein. Tausende Arbeitsplätze fallen weg, drei Werke in Belgien und Großbritannien werden dichtgemacht. Dabei ging Ford rigider vor als der Erzrivale General Motors. Die Opel-Mutter rang lange mit der Gewerkschaft, bevor der Beschluss stand, die Fabrik in Bochum Ende 2014 zu schließen.

Seite 1:

Ford mit einem der besten Jahre aller Zeiten

Seite 2:

Neuer Pick-up im Herbst

Kommentare zu " Trotz Absatzkrise in Europa: Ford mit einem der besten Jahre aller Zeiten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%