Trotz Absatzsteigerung
Carlsberg macht weniger Gewinn

Der Brauereikonzern Carlsberg hat seinen Bierabsatz gesteigert. Trotzdem sank der Gewinn des Unternehmens um knapp vier Prozent auf 693 Millionen Euro. Ursache seien höhere Rohstoff- und Logistikkosten.
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KopenhagenDer weltweit viertgrößte Brauereikonzern Carlsberg hat im vergangenen Jahr bei einem steigenden Bierabsatz weniger verdient. Der Gewinn sank um knapp vier Prozent auf 5,15 Milliarden Kronen (693 Millionen Euro). Als Gründe nannte der dänische Konzern am Montag in Kopenhagen höhere Rohstoff- und Logistikkosten sowie gestiegene Vertriebs- und Marketinginvestitionen, insbesondere in Osteuropa und Asien.

Im vierten Quartal 2011 profitierte Carlsberg deutlich von Kostensenkungen. Der Betriebsgewinn vor Sonderposten stieg im Rahmen der Analystenerwartungen um 60 Prozent auf umgerechnet 245 Millionen Euro (1,83 Milliarden dänische Kronen).

Der weltweite Bierabsatz der Gruppe stieg vor allem wegen Zuwächsen in Asien um vier Prozent auf 118,7 Millionen Hektoliter. Beim Umsatz legte der Konzern um sechs Prozent auf 63,6 Milliarden Kronen zu. In Deutschland ist der Konzern mit den Kernmarken Carlsberg, Holsten, Astra, Lübzer und Duckstein vertreten. Zahlen zur Entwicklung in Deutschland will das Unternehmen im März veröffentlichen. Der deutsche Biermarkt schrumpft seit Jahren. Zudem ist die Branche von hohen Überkapazitäten geprägt und leidet deshalb unter Preiskämpfen.

Carlsberg-Chef Jorgen Buhl Rasmussen sagte, 2011 sei ein „herausforderndes Jahr“ gewesen. Auf dem wichtigen russischen Markt verlor der Konzern Marktanteile. 2012 wolle Carlsberg investieren, um seine Marktanteile auszubauen. In Nord- und Westeuropa erwarte der Konzern ein schwieriges Marktumfeld, während in Asien weiterhin mit Zuwächsen gerechnet wird.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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