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Trotz Atomkraft: Frankreich braucht Strom aus Deutschland

Die Atomkraft galt lange als Stabilitätsgarant in den Stromnetzen. Nun treibt die Kältewelle ausgerechnet das AKW-Land Frankreich an den Rand eines Stromausfalls. Und Aussteiger Deutschland muss aushelfen.

Paris„Alarmstufe Rot“ gilt seit Anfang der Woche für die französische Region Provence-Alpes-Cote d’Azur, kurz „Paca“ genannt. In der Bretagne stehen die Warnlichter offiziell auf „orange“. Beiden Gebieten droht möglicherweise ein Ausfall der Stromversorgung, die Bewohner werden dringend zum Energiesparen aufgefordert. Industriebetriebe, die besonders hohen Elektrizitätsbedarf haben, sollen ihre Produktion zurückfahren: Die Kältewelle in Europa zwingt Frankreichs Politiker, den staatlichen Energieriesen EDF und die Netzgesellschaft RTE zu ungewöhnlichen Schritten.

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Besonders verblüffend: Das Land, das sich aufgrund seines hohen Anteils an Atomstrom vor jeder Notlage gefeit sah, kann Einschnitte nur vermeiden, weil es derzeit Strom importiert, und zwar aus Deutschland sowie Großbritannien. Frankreichs Politiker und Industrielle hatten seit dem Beschluss über den deutschen Atomausstieg vor bedenklichen Folgen gewarnt. GDF-Suez-Chef Gérard Mestrallet sprach noch vergangene Woche davon, dass ganz Europa von einem Mangel betroffen sein könnte, den Deutschland auslöse. Ein Sprecher der Netzgesellschaft RTE sagt, der deutsche Atomausstieg habe bereits Folgen verursacht und den deutschen Import aus Frankreich deutlich ansteigen lassen.

Eon, RWE, EnBW, Vattenfall Wie die Energiewende die Atomkonzerne quält

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Das trifft zu, allerdings nur für das zweite und dritte Quartal. Im letzten Vierteljahr 2011 war Frankreich Nettoimporteur von deutschem Strom. Und nun das: Frankreich muss vor Kälte bibbernd das deutsche Netz anzapfen, um Einschnitte zu vermeiden.

Wer ist schuld? Vor allem natürlich Dieter. Das Hoch lässt auch unser Nachbarland unter dem kalten Hauch Sibiriens erstarren. Die Franzosen stellen in diesen Tagen fest, dass die Meteorologie die alte, mit Inbrunst geführte Debatte, ob sie nun eher zum Süden oder zum Norden Europas gehören, entschieden hat – zugunsten des Nordens. Die Bretagne und Paca sind besonders gefährdet, weil, wie RTE zögernd einräumt, das Netz „nicht ausreicht, um bei extremen Wetterbedingungen Strom in der nötigen Qualität dorthin zu liefern.“

  • 13.02.2012, 09:31 UhrAnonymer Benutzer: freak1982

    Interessant wir es doch erst, wenn es irgendwann mal wieder Krieg geben wird. Ich weiss nicht warum so viele Länder noch auf Atomwaffen setzen, wenn ihre potentielle Gegner ihre Atomwaffen vor Ort "lagern" und gleichzeitig bei deren Zündung die Lichter ausgehen.

  • 10.02.2012, 11:11 Uhrmissionpossible

    Strahlen werden weder eingeatmet noch eingenommen, Schutz viel schwieriger bis unmöglich: Radiokativität ist NICHT umweltfreundlich.

    Fossile Brennstoffe sind endlich , Uran reicht nach allen Erkenntissen ca. 40 Jahre und das nur wenn der Verbrauch gleich bleibt; kohle ca 100 Jahre, es ist dagegen unerheblich wie lange eine Industrieanalge besteht, bei Kohl war es übrigens deutlich mehr als 30 Jahre. Die Folgen des Abbaus werden noch Milliarden kosten und habe es schon. Für Uran gilt das Gleiche.

    Die Zukunft gehört den EE, das ist klug, logisch und tausend mal umweltfreundlicher. Kostengünstuer sowieso.

  • 10.02.2012, 00:22 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Asse ist technisch für den eingelagerten Leicht- und Mittelradioaktiven Abfall overdone.
    Delegationen des DOE hatten dieses technisch vorbildliche Lager mehrfach vor der Entscheidung zugunsten der WIPP Anlage besucht und waren sehr angetan.

    Vandale

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