Trotz Auftragsrückgang
Stellenplus in der Industrie

Zuletzt kamen aus der Industrie schlechte Nachrichten: Die Aufträge gingen zurück und die Produktion schrumpfte. Trotzdem sind in der Industrie so viele Menschen beschäftigt, wie zuletzt im Jahr 2008.
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Berlin Trotz sinkender Aufträge beschäftigt die deutsche Industrie so viele Mitarbeiter wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Das Verarbeitende Gewerbe zählte im Juni etwas mehr als 5,2 Millionen Beschäftigte - rund 128.000 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das ist der höchste Stand seit Dezember 2008, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.

Aus der Industrie kam wegen der Schuldenkrise und der schwächeren Weltkonjunktur zuletzt eine Serie schlechter Nachrichten, die schwächere Geschäfte signalisieren. Aufträge und Produktion schrumpften, der Einkaufsmanagerindex fiel auf den tiefsten Stand seit drei Jahren. Bei einer drohenden Flaute trennen sich die Unternehmen in der Regel zuerst von Leiharbeitern, die aber in dieser Statistik nicht erfasst sind.

Das größte Stellenplus meldeten die Maschinenbauer mit 4,7 Prozent, gefolgt von der Metallindustrie mit 4,0 Prozent. Auch die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+3,3 Prozent) und der Fahrzeugindustrie (+3,0 Prozent) gab es überdurchschnittliche Zuwächse. Das kleinste Plus meldeten die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln mit 1,3 Prozent und die Chemieindustrie mit 1,0 Prozent.

Die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm um 7,0 Prozent auf 664 Millionen zu. "Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Berichtsmonat ein Arbeitstag mehr gearbeitet wurde als im Juni 2011", hieß es. Die Löhne und Gehälter summierten sich auf rund 21,1 Milliarden Euro - ein Plus von 6,0 Prozent. In der Statistik werden nur Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Beschäftigten berücksichtigt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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