Trotz Brexit BMW baut vollelektrischen Mini in Oxford

Der deutsche Autokonzern BMW will seinen vollelektrischen Mini ab 2019 in Oxford produzieren – trotz des Brexit. Die Produktion in Großbritannien soll dabei in Kooperation mit zwei deutschen Werken ablaufen.
Update: 25.07.2017 - 16:42 Uhr Kommentieren
BMW will ab dem Jahr 2019 vollelektrische Minis in Oxford produzieren. Quelle: dpa
Mini-Produktion in Großbritannien

BMW will ab dem Jahr 2019 vollelektrische Minis in Oxford produzieren.

(Foto: dpa)

München/OxfordBMW will seinen ersten vollelektrischen Mini ab 2019 trotz des Brexits im englischen Werk Oxford bauen. Batterie und Motor für den Elektro-Mini sollen in den bayerischen Werken Dingolfing und Landshut gefertigt werden, wie der Autokonzern am Dienstag in München mitteilte. Der Betriebsrat sprach von einer guten Nachricht.

BMW erklärte, der Elektro-Mini werde eine Variante des dreitürigen Minis sein, und dieser werde bereits im Mini-Stammwerk Oxford gebaut. Der Konzern hatte die Entscheidung angesichts der Unsicherheiten um den Austritt Großbritanniens aus der EU lange offen gelassen - schließlich fertigt auch der Auftragsfertiger Nedcar in den Niederlanden den Kleinwagen für BMW.

Ein BMW-Betriebsrat sagte: „Für uns ist wichtig, dass dieser weitere Schritt in die E-Mobilität innerhalb der BMW Group stattfindet und nicht ausgelagert wird.“ Das stärke Dingolfing, Landshut und Oxford als Standorte für E-Mobilität und sichere Beschäftigung.

Das sind die Bestseller von BMW
Platz 10 - Mini Countryman - 84.888 verkaufte Fahrzeuge*
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Den Auftakt in der Reihe der zehn Bestseller von BMW macht der Crossover der kleinen Schwester. Der Absatz des Countryman ist im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen.

*Stand: Gesamtjahr 2017, Quelle: BMW Geschäftsbericht

Platz 9 - BMW 4er - 131.688 verkauft Fahrzeuge
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Den Auftakt in der Reihe der BMW-Modelle macht dieses Mittelklassefahrzeuge Der Absatz ist zwar um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das reicht aber noch für Platz neun.

Platz 8 - BMW X3 - 146.395 verkaufte Fahrzeuge
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Die Konkurrenz im Segment der kompakten SUVs wird immer enger. Durch die Umstellung auf das neue X3-Modell kam es 2017 zu einem Absatzrückgang um 6,8 Prozent.

Platz 7 - BMW X5 - 180.905 verkaufte Fahrzeuge
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Der dritte Generation des SUVs bleibt ein Verkaufserfolg. Im vergangenen Jahr stieg der Absatz des Modells um 8,8 Prozent.

Platz 6 - BMW 2er - 181.113 verkaufte Fahrzeuge
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In der Nomenklatur der Münchener ist der 2er eine der jüngsten Modellreihen. Das Coupé ging im März 2014 an den Start. Nach dem starken Start sanken 2017 die Verkaufszahlen allerdings um knapp acht Prozent.

Platz 5 - Mini Cooper - 194.070 verkaufte Fahrzeuge
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Egal welche Generation - der britische Klassiker hat sich längst zu einem der Bestseller der Münchener entwickelt. Im vergangenen Jahr sanken die Verkäufe aber um gut zwei Prozent.

Platz 4 - BMW 1er - 201.968 verkaufte Fahrzeuge
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2017 präsentierte BMW den Kompaktwagen erstmals mit Vorderradantrieb. Der Absatz des Modells stieg im vergangenen Jahr um satte 14,7 Prozent.

Heute arbeiten mehrere hundert Beschäftigte in den beiden niederbayerischen an E-Mobilität. Mit dem Hochlauf der Mini-Produktion werde die Zahl steigen, sagte ein BMW-Sprecher. Entscheidend sei aber die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft bei der E-Mobilität. In Dingolfing will BMW ab 2021 auch den vollelektrischen, komplett selbstfahrenden BMW iNext bauen.

BMW Group produziert seit 2013 in Leipzig den batteriegetriebenen i3 - mit Bauteilen aus Dingolfing und Landshut. In Dingolfing laufen auch die Plug-in-Hybrid-Versionen des BMW 5er und BMW 7er vom Band. Wo der für 2020 geplante volleketrische BMW X3 gebaut werden wird, ist noch offen.

BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse sagte: „Dingolfing und Landshut übernehmen bei der Elektrifizierung eine technologische Vorreiterrolle innerhalb unseres weltweiten Produktionsnetzwerks.“ Für 2025 erwartet BMW Group einen Verkaufsanteil elektrifizierter Fahrzeuge zwischen 15 und 25 Prozent.

BMW hat im vergangenen Jahr rund 360 000 Minis verkauft. Im Werk Oxford beschäftigt der Konzern 4200 Mitarbeiter.

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