Trotz Ergebnisverdopplung
Inbev verfehlt Halbjahresprognosen

Der weltgrößte Braukonzern Inbev hat im ersten Halbjahr trotz einer Verdopplung des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) die Markterwartungen verfehlt.

dpa-afx BRÜSSEL. Das Ebitda kletterte auf 1,36 Mrd. Euro nach 687 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum, wie der belgische Konzern am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten das Ebitda zwischen 1,4 und 1,47 Mrd. Euro erwartet. Für das Gesamtjahr bestätigte Inbev seine Prognosen.

Auch bei der Gewinnmarge (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) lag Inbev mit 26,1 Prozent deutlich über dem Vergleichswert aus dem Vorjahr (19,5 Prozent), verfehlte aber ebenfalls die Schätzungen der Experten. Die hatten eine Gewinnmarge von 27 bis 30 Prozent prognostiziert. Inbev-Chef John Brock hatte im März gesagt, bis 2007 eine Ebitda-Marge von 30 Prozent erreichen zu wollen. Dieses Ziel wurde nun bestätigt.

Den bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) steigerte der Bier-Weltmarktführer auf 67 Cent nach 65 Cent im Vorjahreszeitraum. Die Analysten hatten 67 bis 69 Cent in Aussicht gestellt.

Der Gesamtumsatz der Inbev-Gruppe kletterte in den ersten sechs Monaten auf 5,22 Mrd. Euro (3,51 Mrd. Euro) und erfüllte damit nahezu punktgenau die Prognosen, die zwischen 5,2 und 5,3 Mrd. Euro lagen. Zu dem starken Wachstum beigetragen hat vor allem das lateinamerikanische Geschäft. Dort betrug der Umsatz 1,63 Mrd. Euro, eine Steigerung von etwa 30 Prozent.

Inbev konnte in allen Weltregionen bis auf Nordamerika zulegen. In der Region USA/Kanada sank der Umsatz auf 778 Mill. Euro nach 879 Mill. Euro im ersten Halbjahr 2004.

Inbev ist in Deutschland mit Marken wie Beck's (Bremen), Gilde (Hannover), Hasseröder (Wernigerode) sowie Franziskaner, Spaten und Löwenbräu (alle München) der zweitgrößte Brauer hinter dem Oetker-Konzern. Anfang Juli hatte sich das Unternehmen von Interbrew in Inbev umbenannt.

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