Trotz Finanzkrise: Metallarbeitgeber-Chef fordert Investitionen

Trotz Finanzkrise
Metallarbeitgeber-Chef fordert Investitionen

Martin Kannengiesser hat die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zu Investitionen in neue Produkte, Dienstleistungen und Absatzmärkte aufgefordert. Das fördere den Konsum besser als Konjunkturprogramme.

HB DÜSSELDORF. Der Gesamtmetall-Präsident sagte der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass attraktive Produkte die Nachfrage am besten in Gang bringen könnten. Zugleich sollten die Unternehmen so lange wie möglich auf Entlassungen verzichten. Kannegiesser betonte, dass die Branche sich nicht in einer Strukturkrise, sondern nur in einer Konjunkturkrise befände. Deshalb sei die Gefahr geringer, dass Geld für beschäftigungspolitische Maßnahmen zu Erstarrung und Bequemlichkeit führt.

Insgesamt sei die Branche wettbewerbsfähig und habe erstklassige, weltweit nachgefragte Produkte. Die Krise sei ein eigentlich schon erwartetes zyklisches Konjunkturtal. Allerdings habe die Finanzkrise den Abschwung unerwartet beschleunigt. „Dieser Entwicklung kann sich kein Land entziehen“, sagte Kannegiesser. Die wichtigste Aufgabe aus seiner Sicht ist es, die Finanzwirtschaft wieder voll funktionsfähig und vertrauenswürdig zu machen.

Skeptisch bewertete der Arbeitgeber-Präsident Konjunkturprogramme. Sie seien für die Realwirtschaft zwar „nicht ganz sinnlos“, aber niemand solle von ihnen Wunder erwarten. Kannegiesser warnte, die gezielte Forcierung der Binnennachfrage bleibe eine Gratwanderung dicht an Abschottung und Protektionismus. Doch für die modernen Technologien sei selbst in großen Volkswirtschaften der weltweite Verbund zwingend.

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