Trotz Finanzproblemen: Solarworld will Teile von Bosch Solar kaufen

Trotz Finanzproblemen
Solarworld will Teile von Bosch Solar kaufen

Mittwochabend hatte Solarworld seine Anleger noch geschockt mit der Ankündigung, 2012 einen Millionen-Verlust zu machen. Das hält Firmenchef Asbeck jedoch nicht davon ab, Teile der Bosch-Solarsparte kaufen zu wollen.
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DüsseldorfDer Bonner Konzern Solarworld kämpft zwar mit erheblichen finanziellen Problemen, will aber trotzdem expandieren. „Wir sind an Teilen der Bosch-Produktion interessiert, insbesondere an der Solarzellen-Fertigung“, sagte Vorstandschef Frank Asbeck im Gespräch mit dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Der Stuttgarter Bosch-Konzern hatte angekündigt, sich aus dem Solargeschäft zurückzuziehen.
Asbeck verhandelt seit Längerem mit einem Bankenkonsortium und anderen Gläubigern, um die Finanzen von Solarworld zu restrukturieren. Noch gibt es keine Einigung. „Die Verhandlungen werden konstruktiv geführt“, sagte Asbeck. Es brauche Zeit, um „zu einem für alle Seiten guten Ergebnis zu kommen“.


Er kündigte an, dass er die Inhaber von Schuldscheindarlehen und von Anleihen – anders als oft üblich – wirtschaftlich gleich behandeln will. Asbeck betonte, dass die Liquidität von Solarworld trotz der zuletzt schlechten Geschäftszahlen „nach wie vor hoch“ sei. Sie gewähre eine „positive Fortführungsprognose“ für das krisengeschüttelte Unternehmen.

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  • Solch eine Meldung zeugt entweder von einem kompletten Realitätsverlust oder von einer absoluten Ignoranz. Da sind Anleger, von denen erwartet wird auf Teile ihres Geldes zu verzichten und Aktionäre, die ggf. mit einem Totalverlust leben müssen und Herr Asbeck gibt solch eine Äußerung von sich! Ein Vorstand, der sein Unternehmen in Zeiten von hohen Subventionen gut lenken konnte –da es hier nicht auf gutes Management, sondern nur auf unternehmerisches Geschick ankam– aber in Zeiten in denen es auf gute Leute und gute Entscheidungen ankommt total versagt hat. Wie kann solch eine Person davon ausgehen, ein Teilunternehmen von Bosch besser zu lenken als Bosch selbst. Es wird doch Gründe geben, die Bosch bewegt haben die Produktion aufzugeben, oder? Hier scheint der top Subventions-Unternehmer Asbeck mal wieder komplett auf den Protektionismus der EU zu zocken! Bezahlen müssen das dann aber die Steuerzahler und PV Kunden.
    HIer hat ein Unternehmer vor einigen Jahren verpasst seine Hausaufgaben zu machen!

  • Da finden ein Möchtegernunternehmer und ein abgewrackter Bosch-Konzern - Hr. Fehrenbach und Dais gebührt der Dank höchst persönlich - zueinander.

    Wer hätte vor kurzem noch gedacht, daß die sich mal auf Augenhöhe treffen?

  • Asbeck geht als GRÖVAZ - Größter Vorstand aller Zeiten - in die Geschichte ein.
    Nachdem er schon OPEL retten wollte und jetzt mit negativem Eigenkapital (nach der Rechtslage bis 2012 wohl klare Insolvenzverschleppung) Teile von Bosch kaufen will, wäre es konsequent, wenn der zweifache Schlossbesitzer Zypern übernimmt oder gleich Griechenland.

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