Trotz Gazprom-Verkaufs
Eon setzt weiter auf Russland

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern: Eon will seinen Anteil am russischen Versorger Gazprom verkaufen. Der Milliardendeal heißt aber nicht, dass sich Eon nicht mehr für das Geschäft in Russland interessieren. Heute haben Eon-Chef Teyssen und der russische Ministerpräsident Putin miteinander gesprochen.
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HB BERLIN. Der Energieversorger Eon plant nach Angaben des Ostausschusses der Wirtschaft seine Beteiligung an dem russischen Gaskonzern Gazprom zu verkaufen. Das Vorhaben sei auch Thema bei einem Gespräch zwischen Eon-Chef Johannes Teyssen und dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin in Berlin gewesen, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Klaus Mangold, der ebenfalls an dem Treffen teilnahm. Reuters hatte am Donnerstag aus Kreisen des russischen Energieministeriums erfahren, dass Eon vor dem Verkauf seines Gazprom-Anteils von 3,6 Prozent an die russische Staatsbank VEB stehe. Putin ist Chairman bei VEB. Eon wollte sich am Freitag weiter nicht dazu äußern.

Der geplante Ausstieg bei Gazprom bedeutet laut Mangold aber keinen grundlegenden Strategiewechsel für Eon in Russland. „Herr Teyssen hat darauf hingewiesen, dass Eon unabhängig von ihrem Engagement bei Gazprom nach wie vor mit zehn Milliarden Euro in Russland investiert ist“. Teyssen habe auch deutlich gemacht, „dass das die strategische Qualität zu Gazprom in keiner Weise verändern würde“, sagte Mangold. Eon bleibe nach wie vor einer der größten ausländischen Investoren in Russland.

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