Trotz gefährlicher Ausfälle
Daimler und VW verteidigen Airbag-Lieferanten

Die deutschen Automobilkonzerne Daimler und Volkswagen haben sich hinter den japanischen Airbag-Hersteller Takata gestellt. Trotz gefährlicher Defekte an seinen Produkten liefere die Firma Takata „keine Risiko-Produkte“.
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KarlsruheDaimler und Volkswagen haben den japanischen Airbag-Hersteller Takata trotz gefährlicher Defekte an seinen Produkten in Schutz genommen. "Die Firma Takata liefert keine Risiko-Produkte", sagte Michael Fehring, Experte für Fahrzeugsicherheit bei Daimler, am Montag auf einer Airbag-Konferenz in Karlsruhe.

Auch Jens Bosch, Leiter für Rückhaltesysteme in Fahrzeugen beim Volkswagen-Konzern, sprach sich gegen eine Verurteilung des Zulieferers aus, dessen Airbags einer bestimmten Produktionsphase explodieren können. In den USA und Malaysia kamen deshalb bereits fünf Autofahrer ums Leben, sie wurden von herausschießenden heißen Metallteilen tödlich verletzt.

Auch Volkswagen baut Airbags von Takata in Autos ein, Experte Bosch zufolge zum Beispiel Seiten-Airbags. Allerdings sei der Konzern nicht von den speziellen Chargen, die Takata zurückrufen musste, betroffen. Die gesamte Airbag-Industrie werde in Sippenhaft genommen, kritisierte Bosch bei einer Airbag-Konferenz des Fraunhofer Instituts. „Es gibt keine Indizien, dass die Takata-Produkte als solche ein Risiko sind.“ Gleichwohl sei die Branche überrascht, und Volkswagen beobachte die Situation sehr genau.

Fast ein Dutzend Autohersteller weltweit musste bereits mehr als 16 Millionen Fahrzeuge wegen der potenziell riskanten Airbags zurückrufen, ein Großteil davon in den USA . Dort hat sich bereits der Senat mit dem Sicherheitsproblem beschäftigt und den Zulieferer sowie betroffene Autohersteller bei einer Anhörung zur Rechenschaft gezogen.

Bisher trat das Problem fast nur in Ländern mit feucht-heißem Klima auf. In Europa ist laut Kraftfahrtbundesamt bisher kein Fall bekannt. Trotzdem haben BMW, Nissan, Mazda und Honda sicherheitshalber seit dem vergangenen Jahr gut einer halben Million Fahrzeughaltern eine Reparatur angeboten.

Wie Insider berichteten, hat Takata-Chef Shigehisa Takada kürzlich erklärt, die Ursache sei in der Produktion zu finden und werde jetzt behoben. Im Gasgenerator, der das Luftkissen aufbläst, werde jetzt eine andere Chemikalie eingesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Gefährliche Produkte und unsere Manager sind der Meinung: kein Problem. So denken also Manager über Kunden! Menschenverachtung! Wer stoppt endlich diese Personen??

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