Trotz Gewinnrückgangs
Salzgitter übertrifft Erwartungen

Wegen der boomenden Branchenkonjunktur hat Salzgitter seinen Umsatz erstmals auf mehr als zehn Mrd. Euro gesteigert. Beim Gewinn musste Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern zwar Einbußen hinnehmen, übertraf aber die Analystenerwartungen. Für dieses Jahr warnt der Konzern vor Risiken.

HB HANNOVER. Im vergangenen Jahr kletterten die Erlöse um 21 Prozent auf 10,2 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Salzgitter mitteilte. Der Gewinn vor Steuern sank auf 1,3 (Vorjahr: 1,85) Mrd. Euro, der Nettogewinn auf 0,9 (1,5) Mrd. Euro. Im Jahr zuvor hatte Verkauf der Beteiligung an dem französischen Röhrenhersteller Vallourec allein einen Buchgewinn von 900 Mill. Euro eingebracht.

Die Aktionäre können sich nun auf eine höhere Dividende einstellen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es weniger gibt", hatte Vorstandschef Wolfgang Leese am Mittwoch erklärt. Analysten rechnen mit einer Steigerung um 50 Prozent auf 1,50 Euro.

Zum Handelsauftakt gaben Salzgitter -Aktien um rund ein Prozent nach.

Für 2008 stellte der Konzern ein "nennenswertes" Wachstum des Konzerns in Aussicht, das zur Hälfte von der zugekauften Maschinenbau-Tochter Klöckner -Werke kommen soll, die erstmals ganzjährig in die Salzgitter -Bilanz einfließt. Der Gewinn könne in der Größenordnung von 2005 und 2006 liegen, also zwischen 800 und 950 Mill. Euro. Hohe Rohstoffkosten und Währungseffekte könnten das Ergebnis erheblich beeinflussen, warnte der Konzern.

Im dominierenden Stahlbereich sei ebenso mit einem rückläufigem Gewinn zu rechnen wie im Handel, im Röhrenbereich mit einer Stagnation. Im abgelaufenen Jahr stieg der Gewinn der Sparte Stahl vor Steuern auf 749 (434) Mill. Euro, bei Röhren auf 302 (263) Mill. Euro und in der Handels-Sparte auf 213 (201) Mill. Euro.

Der weltweit zweitgrößte Stahlhersteller Nippon Steel senkte am Donnerstag wegen höherer Kosten seine Gewinnprognose für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr.

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