Trotz Gewinnsprungs
VW kann Börse nicht beeindrucken

Volkswagen kann die Börse auch mit glänzenden Geschäftszahlen nicht beeindrucken. Trotz eines unerwartet hohen Gewinnsprungs in den ersten neun Monaten griffen Anleger am Freitag bei den Aktien des Autobauers nicht zu. Für die Zurückhaltung haben Analysten eine Erklärung.

HB HAMBURG. Sie erklärten dies damit, dass VW seinen Ausblick unverändert ließ. Die in den vergangenen Monaten durch Spekulationen um eine Übernahme des Konzerns durch Porsche rasant gestiegene Aktie notierte kaum verändert. Europas größter Autokonzern hatte bereits zur Jahresmitte sein ursprünglich erst für 2008 gestecktes Ziel eines Vorsteuergewinns von mindestens 5,1 Mrd. Euro auf 2007 vorgezogen.

Um dieses Ziel zu erreichen, fehlen dem Konzern vor den letzen drei Monaten nicht einmal mehr 400 Mill. Euro. Der Vorsteuergewinn schnellte von Januar bis September auf 4,7 Mrd. Euro hoch und übertraf den durch Sondereffekte reduzierten Vorjahreswert um 3,8 Mrd. Euro, wie die Wolfsburger mitteilten. Analysten hatten im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn von 4,2 Mrd. für diesen Zeitraum gerechnet.

Als Grund für den hohen Gewinnanstieg nannte der Vorstand die weltweit starke Nachfrage nach Autos aus Wolfsburg sowie Einsparungen. Seit Jahresbeginn gingen über 4,6 Mill. Fahrzeuge an Kunden, das waren 8,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit sieht sich Volkswagen weiter auf Kurs, in diesem Jahr erstmals mehr als sechs Mill. Fahrzeuge an Kunden auszuliefern.

Für Deutschland und Spanien rechnen die Wolfsburger dabei mit rückläufigen Pkw-Zulassungen. Auch die Pkw-Verkäufe auf den nordamerikanischen Märken, wo Volkswagen nach wie vor mit Problemen zu kämpfen hat, dürften geringer ausfallen als im Vorjahr, hieß es. Dagegen würden die Märkte in China und Südamerika weiterhin hohe Zuwachsraten aufweisen.

Der Umsatz, der in den ersten neun Monaten um 5,1 Prozent auf 81 Mrd. Euro moderat zulegte, soll weiter steigen. „Die optimierten Kostenstrukturen werden zusammen mit der verbesserten Absatzsituation unsere Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft nachhaltig stärken“, teilte der Konzern mit.

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