Trotz Hamatech-Übernahme
Singulus-Geschäft schrumpft

Trotz der Übernahme des Konkurrenten Steag Hamatech ist im ersten Quartal dieses Jahres der Umsatz des CD- und DVD-Maschinenbauers Singulus gesunken.

HB FRANKFURT. Die Erlöse des Unternehmens aus Kahl am Main gingen im Zuge der Branchenkrise inklusive des Geschäfts des übernommenen Konkurrenten um drei Prozent auf 48,8 Mill. Euro zurück. Dank eines bilanztechnischen Sonderertrags aus der Hamatech-Übernahme stieg der Gewinn allerdings auf 9,6 (Vorjahreszeitraum: 0,8) Mill. Euro, wie Singulus am Dienstag mitteilte.

Obwohl sich die Auftragseingänge im ersten Quartal 2006 - inklusive Hamatech - auf 107,5 Mill. mehr als verdreifachten, wartet Singulus weiter auf einen dauerhaften Aufschwung der Branche. „Ein wirkliches Anziehen des Marktes konnte nicht verzeichnet werden“, teilte die Firma mit. Hersteller von optischen Speichermedien kämpfen damit, dass sich auf dem Markt noch kein technischer Standard für die neue DVD-Generation durchgesetzt hat. Die vor allem von Toshiba vorangetriebene HD-DVD-Technik für hochauslösende Videobilder konkurriert mit der von Sony entwickelten Blu-ray-Technik.

An der erwarteten weiteren Konsolidierung des Markts will sich Singulus nach Aussagen des Vorstandschefs Roland Lacher nicht beteiligen. „Wir haben unseren aktiven Part mit der Übernahmen der Steag Hamatech erfüllt“, sagte er. Eine Prognose zur Geschäftsentwicklung von Singulus im Gesamtjahr will er erst im August abgeben. Dann soll sich nämlich zeigen, inwiefern sich die Übernahme der defizitären Hamatech auszahlt, an der Singulus 88 Prozent hält. Mit der Übernahme hatte Singulus den Preiskampf der beiden Firmen beendet.

Die Gewinnsteigerung im ersten Quartal ergibt sich vor allem aus dem niedrigen Kaufpreis für Hamatech. Wegen der schlechten Ertragslage der Firma aus Sternenfels musste Singulus weniger als den Wert des Eigenkapitals bezahlen. Aus der Differenz zwischen Kaufwert und Bilanzwert ergibt sich ein Sonderertrag von 34,1 Mill. Euro, wovon allerdings Kosten für den Umbau des Unternehmens von über 20 Mill. Euro abzuziehen sind.

Die Singulus-Aktie legte bis Nachmittag um ein halbes Prozent zu auf 12,11 Euro. „Ich finde die Ergebnisse ziemlich unspektakulär, mit mehr positiven als negativen Elementen“, kommentierte WestLB-Analyst Wolfgang Fickus.

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