Trotz höherer Absätze
Preisverfall schmälert Solarworlds Gewinn

Zwar konnte Solarworld seine Absätze steigern, verbucht aber wegen sinkender Preise einen Gewinneinbruch. Die Angst vor Überkapazitäten könnte auch die kommenden Quartale weiter belasten.
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DüsseldorfSolarworld hat im zweiten Quartal den Preisverfall zu spüren bekommen und trotz eines gestiegenen Absatzes kräftige Einbußen verbucht. Damit verfehlte der Bonner Konzern zum Teil die Markterwartungen. Bei einem Umsatzrückgang um rund 21 Prozent auf 302 Millionen Euro sank der operative Gewinn (Ebit) um 30,5 Prozent auf 40,2 Millionen Euro, teilte Solarworld am Donnerstag mit. Netto rauschte der Gewinn um über 66 Prozent auf 9,9 Millionen Euro in die Tiefe. Analysten hatten mit einem Umsatz von 312 Millionen Euro gerechnet und einem Überschuss von 13,6 Millionen. Beim Ebit schnitt Solarworld indes rund zwölf Millionen Euro besser ab als erwartet.

Solarworld rechnet für den deutschen Markt zum Jahresende mit einer starken Belebung. „Ich verspreche mir, dass Investoren zum Jahresende vor der dann anstehenden nächsten Solarförderkürzung attraktive Preise mitnehmen werden“, sagte Vorstandschef Frank Asbeck.

Asbeck äußerte sich zu seinen Jahreszielen vorsichtig optimistisch. Aus heutiger Sicht werde der Konzern die Erwartungen für 2011 bei einem Anziehen der Nachfrage erfüllen. Allerdings könnte sich ein weiterer Preisdruck infolge zyklischer Überkapazitäten belastend auf Umsatz und Ergebnis auswirken. Asbeck hatte ursprünglich angestrebt, den Umsatzwert des Vorjahres von 1,3 Milliarden Euro zu übertreffen. Für den Gewinn hatte er keine Prognose ausgegeben, allerdings Zweifel geäußert, dass die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von über 14 Prozent zu halten sei.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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