Trotz Krim-Krise Renault-Nissan-Chef sieht rosige Zukunft für Russland

Die Krim-Krise wird vorüber gehen. So sieht es zumindest Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn, der trotz rückläufiger Verkäufe in Russland optimistisch bleibt. Die reaktivierte Marke Datsun soll es für den Konzern richten.
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Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn vor dem neuen Datsun: Vorsprung vor der Konkurrenz auf dem russischen Markt. Quelle: AFP

Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn vor dem neuen Datsun: Vorsprung vor der Konkurrenz auf dem russischen Markt.

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MoskauDer Chef von Nissan und Renault, Carlos Ghosn, zeigt sich trotz der Krim-Krise optimistisch zur Entwicklung des russischen Marktes. „Die heute schwierige geopolitische Situation wird nicht so bleiben“, sagte Ghosn am Freitag in Moskau bei der Vorstellung des neuen Datsun. „Unsere Strategie richtet sich nicht nach kurzfristigen Verwerfungen, sondern muss Trends und das langfristige Potenzial berücksichtigen“, erklärte er. „Und wir haben keine Bedenken, was das Potenzial des russischen Markts angeht.“ Die jüngsten Sanktionen des Westens gegen Russland wegen der Eingliederung der Halbinsel Krim hätten die Lieferkette nicht beeinträchtigt.

Nissan hatte den Datsun 1981 vom Markt genommen. Im vergangenen Jahr wurde die Marke jedoch wieder hervorgeholt, um den Märkten in den aufstrebenden Staaten einen Neuwagen anbieten zu können, der eine Alternative zu Gebrauchtautos sein soll. Im Visier sind dabei Indonesien, Indien, Südafrika und Russland. Dort wächst zwar die Mittelschicht, die Autodichte ist vergleichweise niedrig und viele Wagen sind alt. Allerdings ging der Absatz der Lobbygruppe AEB zufolge wegen der Wirtschaftsschwäche im vergangenen Jahr um fünf Prozent zurück.

Er sei sich bewusst, dass die Verkaufzahlen auch in diesem Jahr vermutlich sinken werden, sagte Ghosn. „Aber wenn wir investieren, tun wir das nicht für dieses Jahr, sondern für fünf, zehn, zwanzig im voraus.“ Der Datsun dürfe zudem vom schwachen Rubel profitieren, da der Wagen in Russland in den Werken von Avtovaz hergestellt werde und dazu möglichst viele inländische Zulieferer in Anspruch genommen werden sollen. „Die Schwäche der Währung ist ein Vorteil für die örtlichen Marken“, sagt Ghosn.

So hat Nissan den Qashqai erneuert
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Mit der Erstausgabe des Qashqai hat Nissan 2007 das Crossover-Segment mitbegründet. Als Pionier der neuen Fahrzeuggattung fand er seitdem zwei Millionen Käufer und rief schon bald zahlreiche Nachahmer auf den Plan. Nun geht die Neuauflage an den Start. Sie wurde am 7. November 2013 in London vorgestellt ...


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Mit "erfrischend anderem Design", modernen technischen Features und variablem Innenraum spricht der Qashqai Kunden des C-Segments („Golf”-Klasse) ebenso an wie so genannte „Downsizing“-Käufer. Das sind Fahrer größerer Fahrzeuge, die nach einer kompakteren und effizienteren Alternative suchen. Und ab ab dem Marktstart im Februar 2014 soll er Nissans Führungsrolle im Crossover-Segment auszubauen.

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Das Design ist etwas kantiger, im Vergleich zum Vorgänger aggressiver geworden. Die zweite Generation ist außerdem 49 Millimeter länger sowie geringfügig flacher und breiter als der Vorgänger: 4,38 Meter x 1,80 Meter x 1,59 Meter.

Trotz des leicht gestreckteren Erscheinungsbilds bleiben die typischen Crossover-Proportionen ebenso gewahrt wie der kompakte Grundriss und die leicht erhöhte Sitzposition.

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Mit besseren Materialien und Oberflächen sorgt Nissan für eine deutliche Aufwertung des Ambientes.

Die Kopffreiheit auf Vorder- und Rücksitzen hat um jeweils einen Zentimeter zugenommen

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Die zweite Qashqai-Generation entfernt sich beim Design also nicht erheblich vom Vorgänger, zeigt aber mit der Linienführung und mit Design-Details wie den bis in die Kotflügel übergreifende Motorhaube eine elegantere und hochwertiger wirkende Erscheinung.

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Vielseitigkeit ist auch beim neuen Qashqai eine Kerntugend: Deutlich wird dies an den gewachsenen Innenraummaßen, dem größeren Kofferraum, einem variablen, zweigeschossigen Ladeboden und auch einem eigenen Verstaufach für das Gepäckraumrollo.

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Obwohl sich die Mehrheit der Kunden auch künftig für ein Modell mit Frontantrieb entscheiden wird, bietet Nissan erneut auch eine Allrad-Version an. Außerdem besteht die Wahl zwischen einem manuellen Sechs-Gang-Getriebe und einer brandneuen Xtronic-CVT-Automatik, also einem stufenlosen Getriebe.


  • rtr
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