Trotz Milliarden-Auftrags aus den USA
Airbus muss weiter kräftig sparen

EADS -Chef Louis Gallois und Airbus -Chef Thomas Enders wollen trotz der Milliardenorder aus den USA für Tankflugzeuge den Sparplan Power 8 weiter verschärfen. "Es geht weiter", sagt Enders im Interview, "wir müssen weiter an unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten".

DÜSSELDORF. "Bei einem Dollarkurs von um die 1,50 je Euro müssen wir weiter unsere Kosten reduzieren", sagte Thomas Enders. Louis Gallois erklärte ebenfalls gegenüber der Zeitung: "Ich glaube nicht, dass das Werk in den USA langfristig weitere Anpassungsschritte überflüssig macht." Laut Gallois muss der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS höhere Anteile seiner Wertschöpfung außerhalb der Euro-Zone beziehen. Airbus ist die größte und wichtigste EADS -Tochter. Am Wochenende hatte EADS gegen seinen amerikanischen Konkurrenten Boeing von der US Air Force einen Auftrag für Luft-Tankflugzeuge im Wert von 35 Mrd. Dollar bekommen.

Bisher will EADS dank des Sparplans Power 8 von 2010 an pro Jahr die Kosten um rund zwei Milliarden Euro senken. Dazu sollen 10.000 Stellen gestrichen werden und sechs Werke verkauft werden. Derzeit kostet der Fall des US-Dollars um zehn Cent den Konzern rund 1 Milliarde Euro. Enders sagte, dass der Aufbau eines Werkes in den USA "ein positiver Baustein" sei, um die Dollaranfälligkeit zu reduzieren. "Es geht weiter. Wir müssen weiter an unserer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten", ergänzte der Airbus -Chef.

Enders erklärte ferner, dass das geplante Werk in Mobile (US-Bundesstaat Alabama) nicht nur zur Fertigung der Tankflugzeuge für die US Air Force genutzt werden solle. Auch zivile Frachtflugzeuge auf Basis der A330 sollen in den USA gebaut werden. Gallois erklärte: "Wir können nur dann hochqualifizierte Beschäftigung in Europa halten, wenn wir einen höheren Arbeitsanteil in den Dollar-Raum vergeben."

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