Trotz Pannen beim Marketing steigen die Umsätze in Europa und Asien kräftig
Nike überrascht mit Gewinnsprung

Der Sport-Sommer 2004 hat das Geschäft der Nike Inc. kräftig angekurbelt. Mit einem Gewinnsprung um ein Viertel und einem Umsatzplus von 18 Prozent übertraf der Sportartikelhersteller im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2004/05 die Markterwartungen deutlich.

NEW YORK. Bei einem Umsatz von 3,6 Mrd. Dollar berichtete das Unternehmen für das am 31. August beendete Quartal einen Nettogewinn von 326,8 Mill. Dollar. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,21 Dollar um zehn Cent über den Prognosen. Auch Adidas und Puma hatten zuletzt gute Quartalszahlen vorgelegt.

Dabei war der Marketing-Marathon im Supersportjahr 2004 eher ein Hindernislauf für Nike: Konkurrent Adidas machte sich als offizieller Sponsor bei Fußball-EM und Olympia breit, US-Sprinterinnen klagten nach schlechten Ergebnissen über ihre Nike-Schuhe, und mit Marion Jones und Tim Montgomery gerieten zwei Aushängeschilder des Konzerns unter Dopingverdacht. Dennoch sehen Marketingexperten Nike allenfalls als knappen Verlierer im Image-Wettstreit der Sportartikelriesen. „Nike hat nicht gerade einen Home Run gelandet, aber alle Erwartungen erfüllt“, sagt Paul Swangard, Geschäftsführer am Warsaw Sports Marketing Center der Universität Oregon. „Bei ihrer starken Position brauchen sie gar nicht jedes Mal einen Home Run.“

Angesichts der starken Position Nikes halten Analysten wenig von Gerüchten, der Weltmarktführer wolle den deutschen Rivalen Puma schlucken. Entsprechende Marktgerüchte hatten den Puma-Aktienkurs am Freitag auf ein neues Allzeithoch getrieben.

Elf Prozent des Nike-Umsatzes fließen nach Angaben der US-Investmentbank Goldman Sachs ins Marketing. Nike lässt sich also sein Image mehr als 1,3 Mrd. Dollar im Jahr kosten. Doch als „Offizieller Ausrüster“ tritt bei Großereignissen regelmäßig Adidas auf. Das habe zwar in den werbebandenfreien Olympiastadien Griechenlands nicht viel gebracht, sagt Stephan Schröder vom Kölner Marktforschungsunternehmen Sport+ Markt, „die Fußball-Europameisterschaft wurde so aber zum klaren Punktsieg für Adidas“. Allein der Adidas-Turnierball habe sich mehr als sechs Millionen mal verkauft.

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