Trotz Rekordabsatz
Werbung und Rabatte drücken Audi-Gewinn

Audi steigert Umsatz und Absatz auf Rekordniveau, dennoch geht der Gewinn zurück. Die VW-Tochter hält die Ziele dennoch für übertroffen. Für das laufende Jahr bleiben die Aussichten der Premiummarke vage.
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IngolstadtDer erfolgsverwöhnte Autobauer Audi bekommt die Folgen der Autokrise in Europa zunehmend zu spüren. Trotz Rekordverkäufen verdiente die VW-Tochter im vergangenen Jahr unter dem Strich etwas weniger Geld als noch 2011. Der Nettogewinn ging um zwei Prozent auf 4,35 Milliarden Euro zurück.

Das operative Ergebnis betrug 5,38 Milliarden Euro, das sind lediglich 0,6 Prozent mehr als im Jahr davor, wie Audi am Dienstag berichtete. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um 10,6 Prozent auf 48,8 Milliarden Euro. „2012 war für uns ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir haben unsere Ziele übertroffen“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler.

Der Oberklasse-Hersteller verkaufte zwar weltweit 1,46 Millionen Autos und damit so viele wie nie zuvor, allerdings kosteten zusätzliche Werbung, Rabatte und die Einführung neuer Vertriebssysteme den Konzern knapp eine Milliarde Euro mehr. In der Folge sank die operative Umsatzrendite auf 11,0 Prozent; vor Jahresfrist waren es noch 12,1 Prozent.

Für 2013 bekräftigte Stadler das Ziel, erneut mehr Autos verkaufen zu wollen, hielt sich aber bei den Gewinnaussichten weiter bedeckt. Das Ergebnis werde vom Absatzwachstum und Effizienzsteigerungen profitieren, die operative Marge „am oberen Ende des strategischen Zielkorridors von acht bis zehn Prozent“ liegen, hieß es.

In den kommenden beiden Jahren soll der Umsatz wachsen, wenn auch nur leicht. Davon solle auch die Ergebnisentwicklung profitieren. Das Ziel, bis 2015 mehr als 1,5 Millionen Autos zu verkaufen, dürfte Audi früher erreichen. Bis 2020 will Stadler früheren Aussagen zufolge am Branchenprimus BMW vorbeifahren und mehr als zwei Millionen Autos verkaufen. Der Münchner Erzrivale legt seine Zahlen kommende Woche vor. Die beiden Oberklassehersteller konnten sich bisher von der Autokrise in Europa dank der Geschäfte in China und den USA einigermaßen abkoppeln.

Audi wuchs 2012 auch in Europa, allerdings nicht überall. „Sie alle wissen, wo zurzeit der Schuh drückt“, sagte Stadler. So sei in Spanien das Marktvolumen von 1986 erreicht. „In Italien liegt die Nachfrage auf dem Niveau von 1979, das heißt, der Automobilmarkt ist im übertragenen Sinne um mehr als 33 Jahre zurückgeworfen worden.“ Angesichts der Marktlage in Europa sei deutlich, dass nur eine globale Aufstellung den Erfolg sichere. Ähnlich hatte sich jüngst bereits BMW-Chef Reithofer geäußert.

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„Im Jahr 2020 wird jeder dritte verkaufte Audi ein SUV sein“

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