Trotz Rekordquartal
BMW verfehlt die Erwartungen

Der Autobauer BMW hat zwar das beste dritte Quartal seiner 75-jährigen Automobilgeschichte verbucht und zugleich den Ausblick für das Gesamtjahr bestätigt. Die Quartalszahlen des Münchener Konzerns verfehlten dennoch die Erwartungen von Analysten.

HB MÜNCHEN. „Das Unternehmen verzeichnete die bisher höchsten Werte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis“, teilte BMW-Chef Helmut Panke am Mittwoch in München mit und begründete dies mit dem Absatzplus von 9,6 Prozent im Quartal. Die positive Entwicklung der ersten neun Monate werde sich auch im Schlussquartal fortsetzen. „Das Unternehmen wird damit im Jahr 2004 neue Höchstwerte bei Absatz, Umsatz und Ergebnis verzeichnen und das angestrebte Jahresziel erreichen“, bekräftigte der Konzern seinen Ausblick.

Auf der Handelsplattform Instinet wurden die BMW-Aktien vorbörslich mit 33,65 Euro gehandelt, was einem Abschlag von 0,4 Prozent gegenüber dem Vortagesschlusskurs entsprach. Vor Steuern steigerte BMW von Juli bis September 2004 den Gewinn auf 779 Millionen Euro von 724 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich fiel ein Überschuss von 479 (Vorjahreszeitraum: 445) Millionen Euro an. Der Umsatz legte getrieben durch die deutliche Absatzsteigerung um 6,3 Prozent auf 10,61 Milliarden Euro zu. 25 von Reuters befragte Analysten hatten allerdings für das Quartal im Schnitt mit einem höheren Vorsteuergewinn von 819 Millionen Euro gerechnet, wobei die niedrigste Schätzung bei 769 Millionen Euro lag. Der Umsatz wurde mit rund 10,94 Milliarden Euro geschätzt.

Nase vor der Konkurrenz

Hauptumsatz- und Ergebnisträger war einmal mehr das Automobilsegment, in dem die Erlöse im Vorjahresvergleich um 13,8 Prozent auf rund 9,07 Milliarden Euro kletterten. Der Gewinn vor Steuern erhöhte sich um 21,8 Prozent auf 694 Millionen Euro. „Das Segment Finanzdienstleistungen setzte auch im dritten Quartal seinen Wachstumskurs fort“, hieß es zudem. Die Sparte steuerte vor Steuern 141 (120) Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

BMW steckt in der größten Modelloffensive seiner 75-jährigen Automobilgeschichte und ist damit weitaus erfolgreicher als Rivalen wie die DaimlerChrysler-Tochter Mercedes und Europas Nummer eins VW. Seit Mitte vergangenen Jahres haben die Münchner die neue 5er-Baureihe, das Luxus-Coupé und -Cabrio 6er, den Geländewagen X3, das Mini-Cabrio sowie das Kompaktmodell 1er auf den Markt gebracht. Von dem neuen Fahrzeug 1er, das sich BMW zufolge sehr guter Nachfrage erfreut, sollen im laufenden Jahr mindestens 30.000 Einheiten verkauft werden. Für 2005 hatte BMW-Chef Helmut Panke erst kürzlich 120 000 bis 150 000 verkaufte 1er als realistische Größe bezeichnet.

Um 10 Uhr wollen sich BMW-Chef Helmut Panke und Finanzvorstand Stefan Krause in einer Telefonkonferenz den Fragen der Journalisten stellen.

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