Trotz Rezession
Osten: Fast jede zweite Industriefirma erwartet Wachstum

Trotz der Wirtschaftskrise erwartet beinahe jedes zweite ostdeutsche Industrieunternehmen in diesem Jahr ein Umsatzplus. 43 Prozent gehen von steigenden Einnahmen aus, wie das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) am Mittwoch zu seiner Umfrage unter mehr als 300 Firmen mitteilte.

HB BERLIN. Fast genauso viele Betriebe (42 Prozent) befürchten ein Umsatzminus, fast jeder vierte davon im zweistelligen Bereich. "Die ostdeutsche Industrie hält sich vergleichsweise gut", sagte IWH-Konjunkturchef Udo Ludwig zu Reuters. "Ein Grund dafür ist, dass die von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Branchen wie die Auto- und Maschinenbauindustrie hier nicht so präsent sind." Der Umfrage zufolge wollen 27 Prozent der Unternehmen ihre Belegschaft in diesem Jahr aufstocken, während 21 Prozent einen Personalabbau planen. "Die Unternehmen wissen, dass Fachkräfte in Ostdeutschland schwer zu bekommen sind und halten sich daher mit schnellen Entlassungen zurück", sagte Ludwig.

Die große Mehrheit der Firmen befürchtet auch keine Kreditklemme. 78 Prozent gaben an, dass sich die Kreditkonditionen für sie bislang nicht verschlechtert hätten. Das liege auch daran, dass Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken die wichtigsten Geldgeber seien, sagte Ludwig. Sie seien von der Finanzkrise weit weniger betroffen als ihre private Konkurrenz.

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