Trotz roter Zahlen rechnet Deutschlandchef Mattes vorerst nicht mit weiteren Sparrunden
Neuer Focus soll Ford-Europa flottmachen

Der Autohersteller Ford will 2005 in Deutschland über 100 000 Fahrzeuge der neuen Focus-Reihe verkaufen. Zusätzliche Rabatte, um den Absatz anzukurbeln, seien aber nicht geplant, sagte der Vorstandschef der Ford-Werke AG, Bernhard Mattes, dem Handelsblatt weiter.

DÜSSELDORF. Die Deutsche Tochter des Ford-Konzerns will mit dem neuen Focus den Absatz in Deutschland kräftig ausweiten. „Wir wollen in diesem Jahr noch rund 3 400 Ford-Focus Fahrzeuge an die Kunden ausliefern; im nächsten Jahr planen wir, zusammen mit dem Focus C-Max rund 100 000 Stück verkaufen“, sagte Ford-Chef Bernhard Mattes dem Handelsblatt. Der Focus und der Kompaktvan C-Max bestreiten 45 Prozent des Ford-Absatzes in Europa.

Der neue Focus wird am kommenden Samstag erstmals bei deutschen Händlern stehen. Der Kompaktwagen, der 1998 den Escort ablöste, soll vor allem über den Preis die Kundschaft anlocken. Mit 14 375 Euro in der Basisversion ist der Wagen um 300 Euro billiger als sein Vorgänger und kostet rund 900 Euro weniger als sein härtester Konkurrent, der neue Golf von Volkswagen. Wegen der schwachen Autokonjunktur mussten die Wolfsburger ihr Zugpferd mit zusätzlichen Ausstattungspaketen ködern; Konkurrent Opel lockte die Astra-Kunden zur Produkteinführung mit Frühbucherrabatten. Eine solche Option schließt Ford-Manager Mattes für den Focus aus: „Wir bieten ein sehr gutes Produkt an, zu einem Preis der absolut wettbewerbsfähig ist. Darüber hinaus gehende Incentives sind unserer Meinung nach nicht nötig.“

Die Kompaktklasse, in der der Focus antritt, hat sich in den vergangenen Jahren zum härtesten Wettbewerbsfeld in der Autoindustrie entwickelt. Während sich Ford vor zehn Jahren das Terrain weitgehend mit VW und Opel teilen konnte, tummeln sich nach Beobachtung der Marktforscher Polk Marketingsystems mittlerweile drei Dutzend Anbieter auf dem Markt, die im vergangenen Jahr 109 Modellvarianten anboten. Neben dem Peugeot 307 und dem Renault Mégane sind auch die deutschen Premiumanbieter Mercedes (A-Klasse) und BMW (Einser) im Rennen.

Dabei wird das Marktsegment in Deutschland nach Schätzung von Polk mit 1,28 Millionen verkauften Fahrzeugen auch im kommenden Jahr weitgehend konstant bleiben. „Wer hier erfolgreich sein will, muss so früh wie möglich mit allen Varianten auf den Markt“, sagt Ulrich Winzen, Chefanalyst von Polk.

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