Trotz Russland-Problemen
Pirelli hält an Jahresprognose fest

Die Krise in der Ukraine und in Russland hat einen kürzlich abgeschlossenen Deal für den Reifenmacher Pirelli weniger lukrativ gemacht. Doch die Italiener beruhigen: Bessere Geschäfte in Europa sollens richten.
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MailandDer italienische Reifenhersteller Pirelli will seine Jahresziele trotz einer schlechter als erwarteten Entwicklung in Russland erreichen. „Wir gehen davon aus, dass ein besseres Umfeld in Europa die etwas schlechtere Situation in Russland und Lateinamerika ausgleichen wird“, erklärte Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera am Mittwochabend.

Der Conti-Rivale hatte im März ein Abkommen mit dem russischen Energiekonzern Rosneft geschlossen, der nun größter Einzelaktionär ist. Im Gegenzug können die Italiener auf das umfangreiche Tankstellen-Netz des Konzerns zum Reifen-Verkauf zugreifen. Die Ukraine-Krise und die schlechte Wirtschaftslage in Russland haben aber Zweifel aufkommen lassen, ob Pirelli dort wie geplant expandieren kann.

Im abgelaufenen Quartal bescherte die verbesserte Wirtschaftslage in Europa und der verstärkte Absatz teurerer Reifen Pirelli einen Gewinnanstieg vor Zinsen und Steuern (Ebit) von knapp 13 Prozent auf 201 Millionen Euro.

Der Umsatz sank hingegen um knapp drei Prozent auf 1,47 Milliarden Euro. Pirelli machte dafür vor allem nachteilige Wechselkurseffekte verantwortlich. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen weiterhin einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Konzernumbau-Kosten von 900 Millionen Euro an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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