Trotz Wirtschaftskirse Russen kaufen mehr Porsche

Wegen der schweren Wirtschaftskrise bricht der Automarkt in Russland immer weiter ein. Doch Luxuswagen laufen in dem angeschlagenen Land noch immer wie geschmiert. Auch Porsche steigerte 2015 seinen Absatz.
Trotz der positiven Zahlen sieht Porsche die insgesamt schlechte Lage auf dem russischen Markt als Herausforderung. Quelle: Reuters
Porsche 911 Turbo

Trotz der positiven Zahlen sieht Porsche die insgesamt schlechte Lage auf dem russischen Markt als Herausforderung.

(Foto: Reuters)

Moskau/StuttgartTrotz der schweren Krise auf dem russischen Automarkt hat der deutsche Luxushersteller Porsche sein Russland-Geschäft 2015 deutlich ausbauen können. Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr mit knapp 5300 Fahrzeugen rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr verkauft, sagte Porsches Russland-Chef Thomas Stärtzel der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Damit ist die Stuttgarter Marke eine der wenigen, die im größten Land der Erde derzeit schwarze Zahlen schreibt.

Wegen einer schweren Wirtschaftskrise kaufen die Russen seit 2013 immer weniger Autos. Der Gesamtabsatz brach im vergangenen Jahr Experten zufolge um fast 36 Prozent ein. Auch für 2016 wird keine Trendwende erwartet.

Das Gelbe vom Ei
Die Spitzenmodelle der Baureihe
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Die „normalen“ neuen 911er-Modelle waren in den vergangenen Wochen schon in den ersten Fahrpräsentationen ausprobiert worden, jetzt legen die Zuffenhausener nach: Porsche zeigt auf der Detroit Motor Show, als der ersten großen und vor allem für den US-Markt wichtigen Messe 2016, die beiden Top-Modelle der Baureihe als Coupé und Cabrio.

Die Preisliste startet bei 174.669 Euro
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Der Biturbo-Sechszylinder mit 3,8 Liter Hubraum im 911 Turbo bringt es in der "Normalversion" jetzt auf 540 PS. 

Die Leistung steigt, der Verbrauch sinkt:
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Bei den Basismodellen des 911 soll ab sofort erstmals ein Turbo für Genügsamkeit sorgen, bei der Top-Variante hieß die Mission des Laders immer schon „Mehrleistung“. Auch nach der Überarbeitung und einer PS-Spritze bleibt es dabei. Doch der Sportwagen wird auch sparsamer.

Der Normverbrauch sinkt um 0,6 Liter: Der Turbo soll 9,1, der Turbo S 9,3 Liter auf 100 Kilometern benötigen. Grund für den geringeren Durst sind laut Hersteller vor allem Modifikationen an Motor- und Getriebesteuerung.

Extreme Beschleunigung
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Der 911 Turbo S erledigt den Standardsprint auf Tempo 100 in nur 2,9 Sekunden. Die S-Variante erreicht in der Spitze 330 km/h, der Turbo ohne S ergibt sich bei 320 km/h dem Luftwiderstand. 

Im Cockpit findet sich unter anderem ein neues Lenkrad im Stil des Supersportwagens 918.
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Dazu gibt es ein überarbeitetes Infotainment-System „PCM“ mit Online-Navigation und verbesserter Smartphone-Einbindung.äßig verrichtet hier ein Bose-System seinen Dienst. Die audiophile Kirsche auf dem Sahnehäubchen stellt allerdings die optionale Anlage aus dem Hause Burmester dar. 

Blick auf den Arbeitsplatz des Fahrers
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Änderungen gibt es auch beim Fahrwerk. Neu ist zum Beispiel ein weiterer Sportmodus für das ESP, der die Eingriffsschwelle weiter in Richtung Grenzbereich verschiebt. Unabhängig davon, welches Fahrprogramm gerade gewählt ist. Die adaptiven Dämpfer sollen zudem eine größere Spannbreite von Komfort bis zu extremer Sportlichkeit abdecken.

Die optischen Überarbeitungen fallen dezent aus:
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So gibt es leichte Änderungen und neue LED-Lichter an der Front, umgestaltete 20-Zoll-Räder und dreidimensional wirkende Heckleuchten. Außerdem präsentiert sich der Heckdeckel nun dreiteilig und mit neu angeordneten Lamellen.

„Im Premium-Markt unterliegen wir ein bisschen weniger den normalen Mechanismen“, erklärte Stärtzel den Erfolg in Russland. Ein Grund für die gute Bilanz sei, dass der Konzern in dem Riesenland zuletzt viele neue Käufer gewonnen habe.

Die Neukunden seien vor allem Aufsteiger. „Wir haben heute Kunden, die sich sicherlich vor fünf Jahren keinen Porsche kaufen konnten“, sagte Stärtzel. Dazu hätten vor allem neue Finanzierungsprogramme beigetragen: „Früher sind die Leute mit großen Koffern (mit Geld) gekommen. Solche Kunden haben wir heute nicht mehr.“

Trotz der positiven Zahlen sieht Porsche die insgesamt schlechte Lage auf dem russischen Markt als Herausforderung. „Kopfschmerzen bereit mir die Krise bislang nicht, aber die Situation verlangt sehr viel Engagement des ganzen Teams“, betonte Stärtzel. Es gelte nun, die Neukunden an die Marke zu binden, etwa über spezielle Events und Fahrtrainings.

Russland sei ein sehr wichtiger Markt für Porsche. In den kommenden Jahren wolle er den Absatz verdoppeln, sagte Stärtzel. Ziel sei es, künftig in allen Millionenstädten des Riesenreiches präsent zu sein. Bislang würden 60 Prozent der Autos in der Hauptstadt Moskau verkauft.

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  • dpa
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