Trotz zahlreicher Produkteinführungen
Konsumkrise belastet Beiersdorf

Der Kosmetikhersteller Beiersdorf hat im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient als von Branchenexperten erwartet und sieht das eigene Umsatzziel für 2004 angesichts der Konsumkrise zunehmend in Gefahr.

HB HAMBURG. „Das Erreichen des Umsatzzieles wird durch die anhaltend nachfrageschwachen Märkte in Europa schwieriger“, räumte der Vorstand des Hamburger Unternehmens am Mittwoch zur Vorlage seiner Halbjahresbilanz ein. Der Nivea-Hersteller, der in der ersten Jahreshälfte gleichwohl Gewinn und Umsatz steigern konnte, hat sich für das Gesamtjahr ein um Währungseffekte bereinigtes Umsatzwachstum von mindestens vier Prozent vorgenommen. Die Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit) solle das Niveau des Vorjahres von etwas mehr als zehn Prozent erreichen, netto strebe der Konzern wieder knapp über sechs Prozent an, bekräftigte Beiersdorf.

Die Beiersdorf-Aktie brach nach Bekanntgabe der schlechter als von Analysten erwartet ausgefallenen Zahlen ein und lag mit einem Minus von zeitweise mehr als zehn Prozent an der Spitze der Verliererliste im Nebenwerte-Index MDax. Ähnlich war es dem Düsseldorfer Konsumgüter-Hersteller Henkel ergangen, dessen Aktie angesichts von deutlichen Erlöseinbußen in Deutschland und einer inzwischen gesenkten Umsatzprognose für 2004 im Deutschen Aktienindex (Dax) jüngst auch stark unter Verkaufsdruck geraten war.

In den ersten sechs Monaten hat die mittlerweile von Tchibo kontrollierte Beiersdorf operativ zwar mehr verdient und auch den Umsatz gesteigert, die Analystenerwartungen aber deutlich verfehlt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sei auf 257 Mill. Euro gewachsen nach 247 Millionen Euro zwischen Januar und Ende Juni im Vorjahr, teilte das Traditionsunternehmen mit. Neun von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 270 Mill. Euro gerechnet. Die Spanne der Schätzungen reichte von 261 bis 278 Mill. Euro. Der Umsatz wuchs - bereinigt um Wechselkurseffekte - um 4,8 Prozent auf 2,36 Mrd. Euro, unbereinigt betrug das Plus 3,1 Prozent.

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