Trotzdem Kostensenkungen
VW will den Tarifvertrag einhalten

Volkswagen will sich trotz eines massiven Sparprogramms an den Tarifvertrag halten, der Entlassungen bis zum Jahr 2011 ausschließt.

HB MÜNCHEN/WOLFSBURG. Das sagte ein VW-Sprecher am Samstag der dpa. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte zuvor gemeldet, auf die deutschen VW-Beschäftigten kämen möglicherweise betriebsbedingte Kündigungen zu. Auf die Frage, ob er sich an den Vertrag halte oder früher aussteige, sagte VW-Vorstandsvorsitzender Bernd Pischetsrieder dem Magazin: „Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich weder das eine noch das andere kategorisch ausschließen, weil ich nicht weiß, wie etwa im Jahr 2009 unsere Situation sein wird und wie sich unser Umfeld entwickelt.“

Er wolle „möglichst schnell“ zwei Milliarden Euro Personalkosten einsparen, sagte der VW-Chef in dem Interview. „Wenn es irgendwie möglich ist, wollen wir Entlassungen vermeiden und unser Sparprogramm im Rahmen des Tarifvertrages realisieren.“ Es sei aber nicht so, „dass wir mal ein paar Jahr abwarten und nichts machen“. Der Markt werde nicht freundlicher zu VW. „Wer nicht mitzieht, hat ein Problem. Das wissen auch die Mitarbeiter.“

Nach Angaben des VW-Sprechers werde sich VW an den Tarifvertrag halten. In dessen Rahmen sei gemeinsam mit dem Betriebsrat bereits Einiges erreicht worden, so etwa Personalkostensenkungen in Emden und Wolfsburg. „In diesem Sinne werden wir weiter arbeiten“, sagte der Sprecher.

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