Truck-Sparte Daimler streicht 1240 Jobs in Nordamerika

Für Daimler laufen die Geschäfte auf dem amerikanischen Lkw-Markt schlechter als erwartet. Daher streicht der deutsche Autobauer in seinen Werken in den USA und Mexiko insgesamt 1240 Arbeitsplätze.
Update: 07.06.2016 - 10:56 Uhr
Im Werk Mount Holly im US-Bundesstaat North Carolina streicht Daimler 600 Arbeitsplätze. Quelle: PR
Freightliner-Truck

Im Werk Mount Holly im US-Bundesstaat North Carolina streicht Daimler 600 Arbeitsplätze.

(Foto: PR)

StuttgartWegen der schwachen Nachfrage nach Schwerlastwagen baut Daimler in Nordamerika erneut Arbeitsplätze ab. An drei Standorten in den USA und einem in Mexiko werden insgesamt 1240 Jobs gestrichen, wie Daimler Trucks am Dienstag mitteilte. Die Lkw-Sparte von Daimler hatte erst vor wenigen Wochen insbesondere wegen der Flaute in Nordamerika die Gewinnprognose gesenkt. Der Markt für schwere Lkw wird nach Einschätzung von Daimler in der Region nach einem kräftigen Anstieg 2015 in diesem Jahr um 15 Prozent auf 425.000 Fahrzeuge schrumpfen.

Der Rückgang der Beschäftigung werde voraussichtlich vorübergehend sein, erklärte das Unternehmen. Sobald die Produktion wieder anziehe, hätten die Betroffenen das Recht, zurückzukehren. Am stärksten trifft der Stellenabbau das Lkw-Werk in Mount Holly im US-Bundesstaat North Carolina, das mittelschwere Laster der Marke Freightliner produziert. Dort entlässt der Konzern zum 1. Juli rund 600 Mitarbeiter. An diesem Standort hatte Daimler bereits im Februar 700 Mitarbeiter nach Hause geschickt, so dass die Beschäftigtenzahl seit Jahresbeginn um rund 60 Prozent gesunken ist.

Das sind die zehn umsatzstärksten Konzerne Deutschlands
Platz 10: Audi
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Die Ingolstädter sind die Cashcow des Wolfsburger Autobauers Volkswagen, zu dem Audi seit 1969 gehört. Dem Konzern ist es gelungen, den Umsatz im vergangenen Jahr (im Vergleich zu 2014) um 8,6 Prozent zu steigern. Im gesamteuropäischen Ranking hat sich Audi deswegen um einen Platz auf den 26. Rang verbessert.

Umsatz (2015): 58,4 Milliarden Euro
Umsatzentwicklung (im Vergleich zu 2014): + 8,6 Prozent

Platz 9: Metro
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Metro spielt nicht mehr in der ersten Börsenliga mit. Doch obwohl der Großhandelskonzern mittlerweile im MDax notiert ist, ist er hinsichtlich des Umsatzes in Deutschland immer noch erstklassig. Auf europäischer Ebene kommt Metro immerhin auf den 24. Platz und konnte sich damit um einen Platz verbessern – und das obwohl der Umsatz um mehr als ein Prozent gesunken ist. Damit hat sich Metro allerdings besser entwickelt als der Schnitt. In Europa ist der Gesamtumsatz der Top-300-Konzerne um 4,2 Prozent von 7,3 auf knapp sieben Billionen Euro gesunken.

Umsatz: 59,2 Milliarden Euro
Entwicklung: - 1,2 Prozent

Platz 8: Deutsche Post
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Die Deutsche Post hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich. 2015 sank der operative Gewinn um 19 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Umsatz hingegen legte über fünf Prozent zu.

Umsatz: 61,6 Milliarden Euro
Entwicklung: + 5,1 Prozent

Platz 7: Deutsche Telekom
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Die Deutsche Telekom konnte ihren Umsatz um über zehn Prozent steigern. Während hierzulande das Geschäft schleppend verläuft, sorgt vor allem die florierende US-Mobilfunksparte für diesen Umsatzsprung. Der Erfolg kommt überraschend. T-Mobile USA war einst ein Verkaufskandidat der Deutschen Telekom. Das US-Kartellamt verhinderte damals diesen Verkauf – mittlerweile zur Freude des deutschen Telekomkonzerns.

Umsatz: 69,2 Milliarden Euro
Entwicklung: + 10,5 Prozent

Platz 6: BASF
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Die Chemiebranche steht derzeit unter großem Druck. Der Preisverfall an den Rohölmärkten und Rezessionen in vielen Schwellenländern belasten die Geschäfte und sorgen für eine Konsolidierungswelle. Große Konzerne wie BASF gehen auf Einkaufstour. Auch Konkurrent Bayer sucht nach Kaufgelegenheiten. Als heißer Übernahmekandidat gilt Monsanto, der sowohl bei Bayer als auch bei BASF auf der Liste steht.

Umsatz: 70,4 Milliarden Euro
Entwicklung: - 5,2 Prozent

Platz 5: Siemens
6 von 10

Das starke Industriegeschäft lässt die Kassen bei Siemens klingeln. Sowohl Umsatz als auch Gewinn konnte der Konzern steigern. Besonders gut liefen die Sparten Power, Gas und Windenergie. Profitieren konnte Siemens auch von der Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran.

Umsatz: 75,6 Milliarden Euro
Entwicklung: + 6,2 Prozent

Platz 4: BMW
7 von 10

Die Autobranche gehört nach wie vor zu den größten Branchen in Europa. BMW kommt im gesamteuropäischen Ranking auf den neunten Platz. Der Umsatz ist im vergangenen Jahr um fast 15 Prozent gestiegen – auch dank führender Technologien. So ist BMW einer der wenigen Autohersteller, dessen Dieselmotoren nicht im Verdacht stehen, Abgasemissionen manipuliert zu haben.

Umsatz: 92,2 Milliarden Euro
Entwicklung: + 14,6 Prozent

In Gastonia, ebenfalls North Carolina, müssen 200 Arbeitnehmer oder 15 Prozent der Beschäftigten gehen. Am größten US-Standort Portland/Oregon sind es 170 von 710 im Werk. In Mexiko, wo ebenfalls Freightliner-Lkw gebaut werden, fallen in Santiago 270 Arbeitsplätze weg.

Daimler Trucks hatte im vergangenen Monat bereits seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Denn nicht nur in den USA, auch in Brasilien, Indonesien und der Türkei trübten sich die Aussichten für den Nutzfahrzeugmarkt ein. Der Weltmarktführer für schwere Lkw erwartet nun einen Absatz und operativen Gewinn "deutlich" unter Vorjahr, was beim Ergebnis einen Rückgang um mehr als zehn Prozent bedeutet. So rechnet das Unternehmen mit Kosten von bis zu 100 Millionen Euro für ein freiwilliges Abfindungsangebot in Brasilien, wo ebenfalls weitere Stellen abgebaut werden. Für die jetzt bekannt gegebenen Entlassungen in den USA und Mexiko fallen einer Sprecherin zufolge keine Kosten an.

Im vergangenen Jahr erzielte Daimler Trucks vor Steuern und Zinsen mit 2,7 Milliarden Euro ein Rekordergebnis und verkaufte 502.500 Fahrzeuge. Ausführlich informieren über die aktuellen Geschäftsaussichten will Trucks-Chef Wolfgang Bernhard am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in Stuttgart.

  • rtr
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