Turbinen-Hersteller
Rolls-Royce bekommt Großauftrag

Der britische Turbinen-Hersteller Rolls-Royce hat von der in Abu Dhabi beheimateten Fluggesellschaft Etihad Airways einen Auftrag im Wert von 575 Millionen US-Dollar erhalten. Rolls-Royce werde Triebwerke für acht Maschinen des Typs Airbus A330 liefern und warten.

HB LONDON. Die Lieferung bis 2011 ist laut Listenpreis 575 $ (410 Mio. Euro) wert. Das spritsparende und leisere Triebwerk werde bei den meisten A330 eingesetzt. Die 2003 gegründete Airline aus Abu Dhabi fliegt derzeit mit rund 40 Maschinen - bestellt sind mehr als 200 weitere.

Zuvor hatte das britische Verteidigungsministerium mit Rolls-Royce einen Wartungsvertrag über 258 Mio. Pfund (290 Mio. Euro) abgeschlossen. In den kommenden zehn Jahren sollen Mechaniker in Dahlewitz bei Berlin und nahe der mittelenglischen Stadt Coventry sämtliche Helikopter-Triebwerke der Luftwaffe und Marine warten. Rolls-Royce erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 7,4 Mrd. Pfund. Das Unternehmen beschäftigt 39 000 Mitarbeiter in 50 Ländern.

Zuletzt hatte Rolls-Royce des Öfteren für positive Meldungen gesorgt: Ungeachtet der Finanzkrise und der Absatzeinbrücke auf dem Automarkt steuert die Luxusmarke für das Jahr 2008 erneut auf ein Rekordergebnis zu. "In den ersten elf Monaten des Jahres liegt unser Rolls-Royce-Absatz mit 1 055 Automobilen bereits über dem Absatzrekord des Vorjahres. Wir werden das Jahr 2008 mit einem deutlich zweistelligen Auslieferungsplus beenden", sagte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson dem Magazin "Auto Motor und Sport" zufolge.

Deshalb halte BMW auch an seinem Ziel fest, den Absatz der britischen Luxusmarke deutlich zu erhöhen. "Wir gehen 2010 von einem deutlichen Wachstum bei der Marke Rolls-Royce aus; eine Verdoppelung unseres Absatzes auf dann rund 2 000 Einheiten ist vorstellbar", sagte Robertson. Für Absatzimpulse werde insbesondere das neue Modell mit dem Projektnamen RR4 sorgen, das zwischen dem Top-Premium Segment und dem Phantom Modell positioniert werden soll.

Für den Mutterkonzern BMW will Robertson dagegen für 2009 weitere Produktionskürzungen und Kostensenkungsmaßnahmen nicht ausschließen. Die Unsicherheit der Märkte sei so groß, dass niemand verlässlich sagen können, wie lange die Krise dauern und wie stark die Einbrüche sein werden, sagte er.

"In puncto Produktionskürzungen schauen wir uns die Marktentwicklung in den kommenden Wochen genau an und entscheiden dann über mögliche Schritte", kündigte Robertson an. "Darüber hinaus behalten wir uns vor, an allen Stellschrauben zu drehen, die geeignet sind, das Unternehmen durch diese schwierige Zeit zu steuern."

Allerdings sieht Robertson derzeit keine Gefahr für BMW, die Liquidität des Unternehmens durch staatliche Maßnahmen stützen zu müssen. "Wir haben genügend Eigenkapital und können unseren Verpflichtungen jederzeit nachkommen." Nicht ausschließen will er, dass die BMW Bank ähnlich wie die VW-Bank staatliche Bürgschaften in Anspruch nehmen könnte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%