Turbulenter Handel an der Börse
Stada fürchtet feindliche Übernahme

Nach Informationen des Handelsblatts arbeitet der Pharmakonzern Stada intensiv an einer Verteidigungsstrategie gegen feindliche Übernahmen. In der Branche wird bereits der Name eines Interessenten gehandelt.

HB FRANKFURT. Der Konzern prüfe derzeit, an welche Investmentbanken und Anwaltskanzeleien entsprechende Mandate vergeben werden könnten, hieß es in Finanzkreisen. Kanzleien und Banken seien bereits eingeladen worden, sich zu bewerben und Stada habe bereits eine Vorauswahl von jeweils zwei bis drei möglichen Beratern getroffen. Aus diesem Pool würden im Falle eines feindlichen Übernahmeangebots die endgültigen Mandate vergeben.

Am Freitag hatten Presseberichte über einen bevorstehnden Verkauf des Arnzeimittelherstellers den Aktienkurs von Stada zeitweise um 19 Prozent in die Höhe getrieben. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass Stada die Deutsche Bank beauftragt habe, einen Käufer für das Unternehmen zu suchen, und der Pharmakonzern für voraussichtlich 36 Euro je Aktie an den israelischen Konkurrenten Teva gehen soll. Daraufhin hatte Stada in einer Ad-hoc-Meldung dementiert, dass Verkaufsmandate an Banken vergeben worden seien.

Zu den Informationen des Handelsblatts über die Vergabe von Verteidigungsmandaten wollte Stada keinen Kommentar abgeben. Aus Kreisen des Unternehmens wurde aber bestätigt, dass sich Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Thema feindliche Übernahmen beschäftigt hätten und im Rahmen des aktienrechtlich Zulässigen an einer Verteidigungsstrategie arbeiten würden.

In den vergangenen drei bis vier Monaten habe Stada keine Übernahmeverhandlungen geführt, hieß es. Im vergangenen Jahr habe es Offerten gegeben, die der Konzern aber abgelehnt habe. Jetzt müsse man sich fragen, ob die Presseberichte auf gezielt gestreuten Informationen beruhen würden, die den Auftakt für eine unerbetene Offerte bilden könnten.

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