Turkish Airlines
15 Großraumflieger von Airbus oder Boeing

Der Auftrag über wenigstens 15 Großraumflieger für Turkish Airlines soll an einen der beiden Flugzeugbauer gehen und nicht geteilt werden. Die Fluglinie will zwischen Asien und Europa anderen Airlines Kunden abjagen.
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IstanbulDie Fluggesellschaft Turkish Airlines will bei Airbus oder Boeing in Kürze mindestens 15 Großraumflieger bestellen. Die Entscheidung zwischen dem Airbus A380 und dem modernisierten Boeing-Jumbo 747-8 sei noch nicht gefallen, sagte der Verwaltungsratschef der türkischen Fluggesellschaft, Hamdi Topcu, am Mittwoch der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der milliardenschwere Auftrag solle noch im Juli erteilt werden. Dann findet die Luftfahrtmesse in Farnborough vor den Toren Londons statt.

Den Preislisten zufolge käme der Auftrag auf einen Gesamtwert von mindestens knapp 5 Milliarden US-Dollar (4,0 Mrd Euro) bei Boeing oder rund 5,8 Milliarden Dollar bei Airbus. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Nachlässe im zweistelligen Prozentbereich üblich.

Bislang ist die Boeing 777 mit 330 Sitzen das größte Flugzeugmodell von Turkish Airlines. Topcu will die Flotte um deutlich größere Maschinen ergänzen, um Lufthansa, Air France-KLM und der British-Airways-Mutter IAG auf den Strecken zwischen Europa und Asien Kunden abzujagen. Den neuen Auftrag will der Manager nicht zwischen Boeing und der EADS-Tochter Airbus aufteilen, sondern sich für ein Modell entscheiden. Die genaue Größe des Auftrags hänge vom Preis ab, sagte er. Weniger als 15 Maschinen sollten es aber nicht werden.

Zudem vrkaufte Airbus erstmals einen doppelstöckigen Airbus A380 nach Russland. Die nach Aeroflot zweitgrößte russische Fluglinie Transaero besiegelte am Donnerstag in St. Petersburg den Vertrag über vier A380 zum Listenpreis von insgesamt 1,7 Milliarden US-Dollar (rund 1,34 Mrd Euro). Der tatsächliche Kaufpreis liegt vermutlich deutlich niedriger. Finanziert wird das Geschäft mit Hilfe der staatlichen russischen Außenhandels- und Entwicklungsbank VEB.

„Das ist ein historischer Moment für Airbus“, sagte Airbus-Vizepräsident Christopher Buckley nach der Vertragsunterzeichnung am Rande des Internationalen Wirtschaftsforums. Die Maschinen sollen ab Anfang 2015 im Einsatz sein. Die Unternehmen hatten bereits im Herbst 2011 eine Grundsatzvereinbarung geschlossen.

Nun hofft der europäische Flugzeugbauer auch auf einen Deal mit der größten russischen Fluglinie Aeroflot. Es gebe bereits eine gemeinsame Arbeitsgruppe, sagte Buckley. Einen Vertrag werde es aber „nicht morgen“ geben. Transaero hatte im vergangenen Jahr mit acht A320neo zum ersten Mal Flugzeuge von Airbus gekauft.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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