Einen Monat nach der letzten Preisrunde heben einem Zeitungsbericht zufolge zum 1. September erneut über 100 Versorger die Gastarife an.
HB BERLIN. Wie die "Bild"-Zeitung (Freitagausgabe) unter Berufung auf das unabhängige Verbraucherportal Verivox meldet, erhöhen bundesweit insgesamt 106 Versorger ihre Preise um durchschnittlich 17,7 Prozent. Für einen Vier-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 000 kWh im Jahr steigt die jährlich Gasrechnung um 236 Euro. "Es ist die bisher größte durchschnittliche Preiserhöhung der Versorger", sagte Verivox-Sprecherin Dagmar Ginzel der Zeitung.
Anfang August hatte der durchschnittliche Preisanstieg noch 12,7 Prozent betragen. Die größte Tariferhöhung zum 1. September kommt dem Bericht zufolge von der RWE Westfalen-Weser-Ems. Der günstigste Tarif steige um fast 30 Prozent oder 376 Euro/Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt. Ähnlich hohe Preissteigerungen müssten Kunden von RWE Rhein-Ruhr und den Stadtwerken Werl verkraften. Ihre jährlichen Gas-Rechnungen sollen im Durchschnitt um 357 Euro beziehungsweise 338 Euro steigen.

