Über BvB bekannt machen
RAG sucht einen neuen Namen

Der Mischkonzern RAG – die ehemalige Ruhrkohle – macht sich gerade hübsch für den im Mai 2007 geplanten Börsengang. Doch nicht genug, dass der Konzern umgebaut wird. Auch ein neuer Name soll her. Bekannt soll den Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund machen.

HB ESSEN. Die RAG peile den Börsengang ihrer Sparten Energie, Chemie und Immobilien für den Mai kommenden Jahres an, sagte RAG-Chef Werner Müller bei der Vorstellung des neuen Sponsoring-Vertrags am Dienstag in Essen. Er zeigte sich optimistisch, dass diese Planung umsetzbar sei. Bislang war nur vom ersten Halbjahr 2007 die Rede gewesen. Die Notierung an der Börse solle mit einem neuen Namen verbunden sein, der mit Hilfe des Fußball-Vereins eingeführt werden solle.

Die RAG folgt damit dem Beispiel des Düsseldorfer Energieriesen Eon. Das Unternehmen, das aus den Konzernen Viag und Veba hervorgegangenen war, hatte den neuen Namen ebenfalls als BVB-Sponsor bekannt gemacht. „Dies setzen wir nun fort“, kündigte Müller an.

Zu Beginn der Saison werde der neue Name aber noch nicht feststehen. „Daran sollen Experten basteln“, sagte Müller. Es solle ein kurzer Name werden: „Er soll auf die schmale Brust eines jungen Stürmers passen.“

Voraussetzung für den RAG-Börsengang ist die Übernahme des Düsseldorfer Spezialchemie-Konzerns Degussa. Dieser soll integraler Bestandteil des Gesamtunternehmens werden. An der Degussa hält die RAG mittlerweile fast alle Anteile. Verbliebene Aktionäre sollen zwangsabgefunden werden.

„Die Einführung des neuen Firmennamens ist ein weiterer wesentlicher Schritt auf dem Weg an die Börse“, sagte der RAG-Chef. Die RAG will sich auch an internationale Investoren wenden. In englischer Sprache bedeutet RAG „Lumpen“.

Der einzige börsennotierte Fußballklub in Deutschland hatte einen neuen Hauptsponsor gesucht, nachdem Eon seinen Vertrag nach sechs Jahren nicht verlängert hatte. Die Partnerschaft von RAG und BVB sei auf drei Jahre angelegt, teilten beide Seiten mit. Zum finanziellen Volumen des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart. Müller betonte aber, es handele sich um eine „sehr vertretbare Größenordnung“. Spiele der BVB in Zukunft in einem internationalen Wettbewerb, werde sich der Vertrag verteuern.

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