Über Dividende für 2003 noch nicht entschieden
Adidas sieht im US-Geschäft Tal durchschritten

Im vergangenen Jahr hatte der Sportartikelkonzern Adidas-Salomon im wichtigen Amerika-Geschäft schwer zu kämpfen - im Dezember kam es daher gar zum Stühlerücken im Management.

HB HERZOGENAURACH. In diesem Jahr will der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern die Trendwende auf dem Schlüsselmarkt schaffen und möglicherweise schon wieder die Umsätze steigern. „Das Schlimmste liegt in den USA hinter uns, aber das Geschäft wird sich nicht über Nacht drehen“, sagte Firmenchef Herbert Hainer am Mittwoch in einem Reuters-Interview am Stammsitz Herzogenaurach bei Nürnberg.

Der Umsatz werde sich 2004 in Nordamerika „mehr oder weniger unverändert“ entwickeln und vielleicht sogar wieder leicht positiv sein. „Ich glaube, dass in der zweiten Jahreshälfte erste Zeichen der Verbesserung zu sehen sein werden und dies sich 2005 fortsetzen wird“, zeigte sich Hainer optimistisch. In den ersten sechs Monaten werde der Umsatz in Nordamerika noch sinken - aber nicht so stark wie der währungsbereinigte Einbruch der Auftragseingang von 23 % in den ersten neun Monaten 2003 erwarten ließe, fügte er hinzu.

Der fränkische Traditionskonzern hatte 2003 erneut einen Rekordgewinn erwirtschaftet, hat aber seit längerem in den USA anders als die Konkurrenten Puma und Reebok Absatzprobleme mit seinen dreistreifigen „Turnschuhen“. Adidas liefert sich dort eine Preisschlacht mit Nike und hatte erst im Dezember seine regionale Führungsspitze ausgewechselt. „Wir haben Fehler gemacht und nicht schnell genug auf Veränderungen reagiert“, räumte Hainer ein. Auf die Region fallen 30 % der Umsätze und eine Trendwende dort gilt als Voraussetzung, um zu dem übermächtigen Branchenführer Nike aufzuholen. Eine Werbekampagne mit dem Boxer Muhammad Ali, der einst Adidas-Schuhe trug, soll die Marke nun in den USA bekannter machen.

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