Übernahme-Check
Fiat, Opel und die großen Räder

Fiat-Chef Sergio Marchionne drängt nach dem Einstieg bei Chrysler auf die Übernahme von Opel, um in der Weltspitze mitfahren zu können. Doch die Gefahr steigt, dass er sich beim Drehen dieser großen Räder übernimmt. Marcchionnes Welt-Konzern-Plan wirft zumindest zahlreiche Fragen etwa nach den Managementkapazitäten und der industriellen Logik auf. Handelsblatt.com versucht, die wichtigsten davon zu beantworten.

FRANKFURT. Keine Frage: Auch Fiat würde der neue Weltkonzern vor eine Zerreißprobe stellen. Doch der in Kanada geborene 57-jährige Fiat-Boss ist fest überzeugt: Überleben könne den Verdrängungskampf in der Autoindustrie nur, so Marchionne, wer mindestens 5,5 bis sechs Millionen Autos produziert. Fiat erreicht mit den Marken Fiat, Alfa Romeo, Lancia und Maserati bisher gerade mal 2,1 Millionen. Der neue Gigant, den die Italiener nun formen wollen, käme dagegen mit rund 80 Mrd. Euro Umsatz und mehr als sechs Millionen verkauften Fahrzeugen auf Augenhöhe zu den Weltmarktführern Toyota und VW. Der smarte Fiat-Chef ist dafür auch bereit, den Konzern auf neue Füße zu stellen. Das interkontinentale Konstrukt weist auf den ersten Blick durchaus Vorteile auf, die Politik und Opel ernst nehmen müssen.

Aber die Geschichte der Autoindustrie ist voll von gescheiterten globalen Bündnissen der Konzerne. „Fiat und Opel passen nicht zueinander“, lautet das harsche Verdikt von Ferdinand Dudenhöffer, Autoexperte der Universität Duisburg-Essen. Marchionnes Weltkonzern-Plan wirft zumindest zahlreiche Fragen nach den Managementkapazitäten und der industriellen Logik auf. Handelsblatt.com versucht im Folgenden, Antworten auf die wichtigsten Fragen eines möglichen Deals zu geben.

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