Übernahme der Pacifica Group
Bosch bricht den Widerstand

Der weltgrößte Automobilzulieferer Bosch kommt bei seiner ersten feindlichen Übernahme einen wichtigen Schritt voran. Der Autozulieferer hat sein Angebot für den australischen Bremsenhersteller Pacifica Group von 1,92 auf 2,20 australische Dollar je Aktie aufgestockt. Der Aufsichtsrat empfiehlt seinen Aktionären nun den Verkauf, teilte die Robert Bosch GmbH mit.

mwb STUTTGART. Der Aufsichtsrat empfiehlt seinen Aktionären nun den Verkauf, teilte die Robert Bosch GmbH mit. Versuche, Pacifica im Einvernehmen mit dem Management zu übernehmen, scheiterten zunächst vor vier Monaten, als das Unternehmen eine deutlich höhere Offerte abgelehnt hat. Der Pacifica-Aktienkurs war danach stark unter Druck geraten. Pacifica hat Probleme mit dem schwächelnden US-Kunden General Motors und einem defizitären Joint Venture mit dem US-Zulieferer Delphi. Mitte Oktober machte Bosch dann das erste öffentliche Angebot. An der Börse in Sydney wird jetzt kaum noch mit einem Gegenangebot oder einer weiteren Aufstockung der Offerte gerechnet. Pacifica-Papiere kletterten bis Handelsschluss um mehr als sechs Prozent auf 2,17 australische Dollar und blieben damit knapp unter dem Bosch-Angebot. Bei einer vollständigen Übernahme samt Schulden würde die Übernahme Bosch 321 Mill. Euro kosten.

Die Stuttgarter wollen nach eigenen Angaben das Bremsengeschäft in den USA und im Asien/Pazifik-Raum stärken sowie Zugang zu neuen Technologien bekommen. Die Pacifica Group stellt Bremssysteme für das Automobilausrüstungs- und Ersatzteilgeschäft her und erzielte im Jahr 2005 mit 2 000 Beschäftigten einen Umsatz von 480 Mill. Euro. Bosch selbst setzte im vergangenen Jahr mit Bremssystemen 4,8 Mrd. Euro um. Der gesamte Zulieferbereich macht bei Bosch mit 26 Mrd. Euro gut 60 Prozent des Konzernumsatzes aus.

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