Übernahme des Chemiekonzerns
Ciba-Aktionäre pokern gegen BASF

Bei der geplanten Übernahme des Chemiekonzerns Ciba muss BASF offenbar mit dem Widerstand einzelner Aktionäre rechnen. So hat Agenturberichten zufolge nach dem Finanzinvestor Golden Peaks gestern auch der größte Einzelaktionär von Ciba, die spanische Fondsgesellschaft Bestinver, angekündigt, dass er seine Anteile von 13 Prozent nicht verkaufen wolle.

FRANKFURT. Die Offerte von BASF in Höhe von 50 Franken je Ciba-Aktie sei in Relation zu vergleichbaren Transaktionen im Spezialchemiesektor deutlich zu niedrig, argumentierte Bestinver.

Analysten und Kapitalmarktexperten bewerteten die Aussagen gestern als erste Versuche, den Preis für das Chemieunternehmen noch nach oben zu treiben. Sie geben den Manövern nur geringe Chancen auf Erfolg. Die Ciba-Aktie notierte gestern bei 48 Franken und damit um vier Prozent unter dem Angebotspreis von BASF.

Die am Montag angekündigte Offerte von BASF liegt um rund 60 Prozent über dem Durchschnittskurs von Ciba in den letzten 30 Tagen vor Bekanntgabe des Angebots. Sie bewertet den Baseler Spezialchemiekonzern einschließlich der zu übernehmenden Schulden mit umgerechnet rund 6,1 Mrd. Franken (rund 3,8 Mrd. Euro) und ist laut BASF-Chef Jürgen Hambrecht ein endgültiges Angebot.

Angesichts der rückläufigen Ertragsentwicklung bei Ciba bewerten viele Analysten das BASF-Angebot als relativ großzügig. Der Ludwigshafener Konzern werde es dem Kapitalmarkt daher kaum vermitteln können, noch mehr Geld das Baseler Unternehmen auf den Tisch zu legen. Auf der anderen Seite bestehe für die Ciba-Aktionäre bei einem Rückzug von BASF das Risiko, dass der Kurs stark einbreche.

BASF will mindestens zwei Drittel des Ciba-Kapitals erwerben. Um eine Zwangsabfindung durchzusetzen, benötigt das Unternehmen 90 Prozent.

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