Übernahme des Stromkonzerns
Eon beschwert sich über Endesa-Auflagen

Die spanische Regierung hat Eon die Übernahme des spanischen Versorgers Endesa erschwert. Das wollen sich die Düsseldorfer nicht bieten lassen. Sie wollen Beschwerde gegen die Auflagen einreichen und wissen die EU-Kommission auf ihrer Seite.

HB DÜSSELDORF/MADRID. Der Protest soll im Laufe der kommenden Woche beim spanischen Industrieministerium eingehen, teilte der größte deutsche Energiekonzern am Dienstag in Düsseldorf mit. Eon will Endesa für 27 Mrd. Euro übernehmen, ist dabei aber auf erheblichen Widerstand der spanischen Regierung gestoßen, die die Energiebehörde CNE daraufhin mit weitreichenden Befugnissen ausgestattet hat.

Nach den Vorstellungen der CNE soll Eon nach der Übernahme rund ein Drittel von Endesa abgeben und alles in allem 19 Bedingungen erfüllen. So wird Eon aufgefordert, Endesa-Beteiligungen an mehreren Nuklear- und Kohlekraftwerken abzustoßen. Außerdem soll der Düsseldorfer Konzern die beschlossenen Investitionen des Endesa-Konzerns einhalten. Ferner soll Endesa als selbstständiges Unternehmen weitergeführt werden.

Dagegen hatten die EU-Wettbewerbshüter das Vorhaben von Eon in Spanien bereits ohne Auflagen genehmigt. Auch warnte die EU-Kommission Spanien davor, den Markt abzuschotten. Nach Brüsseler Wettbewerbsregeln können Mitgliedstaaten allerdings „berechtigte Interessen“ geltend machen, darunter fällt beispielsweise die öffentliche Sicherheit.

Eon ringt seit Monaten um die Übernahme von Endesa. Der spanische Konkurrent Gas Natural versucht, die Düsseldorfer auszustechen. Allerdings bietet Eon mehr. Mit der Übernahme würde EonN zum weltgrößten Energieversorger aufsteigen.

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