Übernahme durch PPR
Puma wird französisch

Woran kaum noch ein Analyst und Börsianer geglaubt hatte, ist nun doch eingetreten: Der französische Luxusgüterkonzern PPR hat sich die Mehrheit am Herzogenauracher Sportartikler Puma gesichert. Überraschend viele Aktionäre dienten den Franzosen ihre Anteile an.

HB MÜNCHEN. Insgesamt sicherte sich PPR 62,1 Prozent der Puma-Aktien zu einem Preis von 330 Euro je Stück, wie die beiden Unternehmen am Dienstag mitteilten. Der PPR-Konzern, zu dem Luxusmarken wie Gucci oder Yves Saint Laurent gehören, hatte sich bereits ein großes Paket an Puma gesichert und anschließend allen Aktionären ein Angebot gemacht. Die zweite Annahmefrist endete am 11. Juli. Während der ersten Annahmefrist hatte sich der französische Konzern nur 33,2 Prozent an Puma sichern können, was Branchenkenner am Erfolg der Übernahme zweifeln ließ. Aktionäre und Analysten hatten sich über das ihrer Meinung nach zu niedrige Angebot beklagt.

„Wir freuen uns, dass die Puma-Aktionäre mit ihrem Votum die Zusammenführung der Puma AG mit der PPR-Gruppe unterstützen und damit die Grundlage für eine erfolgreiche Kooperation geschaffen haben“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jochen Zeitz am Dienstagmorgen. Mit der Unterstützung von PPR wolle Puma das große Potenzial der Marke und die sich ergebenden Chancen langfristig nutzen, gezielt in die Marke investieren und damit die Position als führendes Unternehmen im Sportlifestyle-Markt ausbauen. Wie das genaue Verhältnis zwischen Puma und PPR künftig aussehen wird, ist allerdings noch offen.

PPR hatte am Dienstag nach Ostern angekündigt, den fränkischen Sportkonzern Puma zu übernehmen. Dazu hatte sich das Unternehmen rund 27 Prozent der Aktien gesichert. PPR erwarb die Papiere für 330 Euro je Anteilsschein vom bisherigen Großaktionär, den Geschwistern Herz, deren bekannteste Beteiligung Tchibo ist. Den selben Preis boten die Franzosen auch den restlichen Aktionären. In großen Anzeigen warb PPR um die Gunst der Puma-Anteilseigner. Insgesamt wird Puma durch das Angebot mit 5,3 Mrd. Euro bewertet.

PPR hatte mehrfach betont, dass das Angebot endgültig sei. Zudem gebe es keine Mindestannahmequote. Ferner stehe fest, dass die Firma aus Herzogenaurach an der Börse bleibe und weiter unabhängig arbeiten könne. Ein Personalabbau oder eine Restrukturierung seien nicht geplant. Aufsichtsrat und Vorstand von Puma hatten den Aktionären empfohlen, die Offerte anzunehmen.

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