Übernahme
Eon wird zum drittgrößten Anbieter in Frankreich

Der Energiekonzern Eon-Energie will durch die mehrheitliche Übernahme der Gesellschaft SNET zum drittgrößten Energieerzeuger Frankreichs aufsteigen. Gleichzeitig äußerte sich Eon-Energie-Chef Klaus-Dieter Maubach zur Trennung von Stromherstellung und Netz.

HB MÜNCHEN. Der Einstieg werde voraussichtlich noch in dieser Woche abgeschlossen, berichtete die Eon Energie AG am Dienstag in München. Die Beteiligung gehörte bislang zum spanischen Stromversorger Endesa, den Eon ursprünglich komplett übernehmen wollte, damit aber gescheitert war. Durch SNET werde Eon über eine Kapazität von rund 2500 Megawatt in Frankreich verfügen.

Gleichzeitig hat Eon Energie seine Bereitschaft bekräftigt, sein Stromnetz in einer externen Netz AG mit denen anderer Anbieter zusammenzulegen. Die Tochter des Eon-Konzerns stehe dem sehr aufgeschlossen gegenüber, es gebe aber nur ein begrenztes Zeitfenster, erklärte Eon-Energie-Chef Klaus-Dieter Maubach am Dienstag in München.

Eon habe der EU den Verkauf seines Höchstspannungsnetzes bis zu einem bestimmten Zeitpunkt zugesagt, danach könne es nichts mehr für das Projekt Deutsche Netz AG tun. Jetzt komme es auf die Bereitschaft der anderen großen Energieversorger an, sich an dem Projekt zu beteiligen.



Sorgen, dass eine Trennung von Stromproduktion und Netzbetrieb die Sicherheit der Versorgung senken könnte, trat Maubach entgegen. In anderen europäischen Ländern funktioniere dies auch, ohne die Stabilität zu belasten. Entscheidend sei nicht, wer das Netz habe, sondern, ob es ausreichend Anreize gebe, das Netz zu pflegen.

Die EU will mit der Trennung von Stromherstellung und Netz den Markt entflechten, mehr Wettbewerb ermöglichen und damit niedrigere Preise für Verbraucher erreichen.

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