Übernahme geplant
Rinker lehnt Cemex-Offerte ab

Der australische Baumaterialienhersteller Rinker Group wehrt sich gegen eine milliardenschwere Übernahme durch den mexikanischen Konkurrenten Cemex.

HB SYDNEY. Rinker Chairman John Morschel erklärte am Montag, das Board des Konzerns sehe das Angebot in einer vorläufigen Bewertung als opportunistisch an. Zudem werde der Firmenwert von Rinker nicht angemessen berücksichtigt. Die Aktionäre sollten daher nicht auf die Offerte eingehen. Cemex wies die Vorwürfe des Boards postwendend zurück und erklärte, das Angebot werde dem Wert Rinkers voll gerecht. Cemex will den australischen Konkurrenten für 12,8 Mrd. Dollar kaufen und damit einen weltweit operierenden Baustoffgiganten schmieden. Der Konzern lockt die Aktionäre mit einer Barofferte von 13 Dollar (17 australische Dollar) pro Rinker-Anteilschein. Die Papiere kletterten am Montag zeitweise auf 18,90 australische Dollar.

Cemex ist schon jetzt vor Heidelberg-Cement die Nummer drei der Zementbranche und Marktführer in den USA. Rinker ist die Nummer eins in Australien und in den USA besonders stark in den boomenden Bundesstaaten Florida und Arizona vertreten. Cemex rechnet mit 130 Mill. Dollar Einsparungen vor Steuern ab dem dritten Jahr nach dem Zusammenschluss.

Die milliardenschwere Übernahme will das Unternehmen jedoch komplett über neue Schulden finanzieren: Der Schuldenberg des Unternehmens würde damit auf 19,5 Mrd. Dollar steigen. Allerdings gilt es als wahrscheinlich, dass der Konzern seine derzeitige Nettoschuldenlast von 7,14 Mrd. Dollar vor der Transaktion noch abbauen kann. Analysten betrachteten die ambitionierte Übernahme vor diesem Hintergrund mit einer gewissen Skepsis: Denn Cemex schickt sich an, innerhalb von nur 14 Jahren vom Marktführer in Mexiko in die Spitze des Weltmarktes aufzurücken.

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