Übernahme
Großaktionäre verkaufen Demag-Anteile

Zwei Großaktionäre haben ihren Widerstand gegen die Übernahme des Kranbauers Demag Cranes aufgegeben - und verkaufen ihre Aktien. Nach einer wochenlangen Hängepartie steht der US-Konzern Terex damit vor dem Durchbruch.
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DüsseldorfNach dem aufpolierten Übernahmeangebot für den Kranbauer Demag Cranes haben bereits zwei Großaktionäre ihren Widerstand aufgegeben. Die Investoren Credit Suisse und Halso Lux trennten sich von Teilen ihrer Beteiligung, wie Demag Cranes am Dienstag mitteilte. Der Anteil von Credit Suisse an Demag schrumpfe unter drei Prozent auf 2,647 Prozent, der von Halso Lux auf 3,78 Prozent von zuvor rund fünf Prozent. Nach wochenlanger Hängepartie hatte der US-Konzern Terex Mitte Juni seine Offerte für den Düsseldorfer Konzern auf 45,50 Euro von 41,75 Euro je Aktie angehoben und umfassende Zugeständnisse zur Beschäftigungs- und Standortsicherung gemacht. 

Der Demag-Aufsichtsrat - und damit auch Großaktionär Cevian - hatte nach Informationen aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen einstimmig dem neuen Angebot zugestimmt. Terex lässt sich die Übernahme nun 963 Millionen Euro kosten statt 883 Millionen und will die Demag-Anteilseigner so bis zum 30. Juni zum Verkauf ihrer Anteile bewegen. Mit dem alten Angebot hatte der US-Konzern bei den Aktionären auf Granit gebissen und vier Wochen nach Vorlage der Offerte - Stand 15. Juni - lediglich 11.513 Anteilsscheine eingesammelt. Der Anteil summierte sich damit auf 1,08 Prozent. 

Mit rund zehn Prozent ist Cevian größter Anteilseigner und sitzt mit einem Vertreter im Aufsichtsrat der Demag. Weitere Großaktionäre sind Centaurus mit rund fünf Prozent, die Allianz mit 4,33 Prozent und Boussard & Gavaudan mit 3,19 Prozent.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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