Übernahme
Hamburger Aluminium-Werke kann auf Rettung hoffen

Die von Schließung bedrohte Hamburger Aluminium- Werke (HAW) hat wieder eine Zukunftsperspektive. Wie das Handelsblatt aus dem Unternehmensumfeld erfuhr, will der HAW-Anteilseigner Norsk Hydro die Gießerei des energieintensiven Werks vollständig übernehmen.

HB HAMBURG. „Wir haben das Vorhaben beim Bundeskartellamt angemeldet“, bestätigte ein Sprecher von Norsk Hydro dem Handelsblatt. Mit dem Erwerb will der norwegische Mischkonzern die Belieferung seines benachbarten Walzwerks sicherstellen, dass dem Unternehmen allein gehört. An der HAW mit rund 450 Mitarbeitern sind ferner die amerikanische Alcoa-Gruppe sowie die österreichische Austria Metall AG beteiligt.

Unterdessen interessieren sich mehrere Unternehmen für die restlichen HAW-Betriebsteile - darunter die Elektrolyse und die Anodenproduktion. Zu ihnen gehören drei Finanzinvestoren und vier Firmen aus der Aluminiumbranche. Unter den Finanzinvestoren ist die Starnberger Arques Industries sowie die Berliner Advisum-Gruppe, erfuhr das Handelsblatt aus HAW-Kreisen.

Arques hatte im November vergangenen Jahres bereits die Nachrichtenagentur ddp Deutscher Depeschendienst GmbH übernommen. Advisum hat sich auf die Umstrukturierung kränkelnder Unternehmen spezialisiert. Sprecher von Arques sowie Advisum wollten hierzu keinen Kommentar abgeben. Wie das Handelsblatt weiter erfuhr, verhandeln bereits einige Interessenten mit den Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) über einen neuen Stromliefervertrag für das Unternehmen. "Wir führen mit den Investoren bereits Gespräche", bestätigt der HEW-Vorstandschef Hans-Jürgen Cramer.

Norsk Hydro ist für einen Verkauf der Elektrolyse und Anodenproduktion offen. „Wir sind für Gespräche mit Interessenten bereit“, betonte ein Norsk Hydro-Sprecher. Die HAW-Geschäftsführung wollte sich hierzu nicht äußern. Alcoa und Austria Metall waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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