Übernahme
Heidelberg Pharma geht an Biotechfirma Wilex

Die Biotechfirma Wilex übernimmt Heidelberg Pharma und will sich so breiter aufstellen. Dafür will Wilex 19 Millionen Euro in die Hand nehmen.
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HB FRANKFURT. Die Konsolidierung in der deutschen Biotechbranche schreitet weiter voran. Die Münchener Wilex AG will für rund 19,2 Millionen Euro den Rivalen Heidelberg Pharma mit Sitz in Ladenburg bei Heidelberg übernehmen. „Die Übernahme versetzt uns in die Lage, uns breiter aufzustellen“, erläuterte Wilex-Chef Olaf Wilhelm am Donnerstag im Gespräch mit Reuters. Heidelberg Pharma besitze eine Technologie, die Wilex in seiner Krebsforschung weitere Möglichkeiten eröffne. Auch an eine Auslizenzierung an dritte Unternehmen sei gedacht.

Wilex will den Zukauf mit eigenen Aktien bezahlen. Dazu will das Unternehmen 3,2 Millionen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts für die Aktionäre ausgeben. Der Transaktionspreis von 19,2 Millionen Euro für Heidelberg Pharma entspricht einem Preis von sechs Euro pro neu ausgegebener Wilex-Aktie. Er enthält einen Aufschlag von rund 25 Prozent auf den Schlusskurs vom 1. November 2010. Die Wilex-Aktionäre sollen am 15. Dezember auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über das Vorhaben abstimmen.

Heidelberg Pharma hat derzeit 34 Beschäftigte. Das Unternehmen hat unter anderem ein Verfahren entwickelt, mit dem sich die Wirksamkeit von therapeutischen Antikörpern verbessern lassen soll. Dazu kommt präklinische Expertise in der Onkologie. Erst vor wenigen Monaten hatte die Hamburger Evotec angekündigt, für rund 14 Millionen Euro den Göttinger Konkurrenten Develogen zu übernehmen. Und vor einigen Wochen teilte Morphosys mit, für rund 19 Millionen Euro die Sloning BioTechnology GmbH zu erweben. Mit den Zukäufen wollen die Unternehmen vor allem ihre Forschungsmöglichkeiten und ihre Produktpaletten erweitern.

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