Übernahme
Kühne will Hapag-Lloyd in Deutschland verankern

Die Reederei Hapag-Lloyd soll jetzt in ruhige Bahnen kommen, kündigt der neue Eigentümer, der Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne, an. Er will Hapag-Lloyd "dauerhaft in Hamburg und Deutschland verankern". Für wenig rühmlich hält Kühne die Rolle der Politik beim Verkauf der Reederei.

HB HAMBURG. Kühne hatte die Traditionsreederei zusammen mit einem Konsortium in der vergangenen Woche für 4,5 Milliarden Euro von Tui übernommen. "Hapag-Lloyd braucht jetzt Kontinuität und darf nicht wieder zum Spielball von Spekulationen werden", sagt Kühne dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Das Verhalten der Regierung beim Verkauf von Hapag-Lloyd sei "sehr enttäuschend, teilweise sogar kontraproduktiv" gewesen. Zweimal habe sich der Wirtschaftsminister hingestellt und gesagt: Uns ist egal, an wen Hapag-Lloyd verkauft wird. "Was wäre los gewesen, wenn es um die Bahn oder die Lufthansa gegangen wäre?", so Kühne.

Die mitbietende Reederei NOL, die einem Staatsfonds aus Singapur gehört, hatte sich am Ende zurückgezogen. Unpopuläre Entscheidungen nach der Übernahme schließt Kühne aus. "Hapag-Lloyd gilt als straff geführt, ich glaube nicht, dass es da viel Rationalisierungspotenzial gibt", erklärte Kühne: Personalabbau stand bei unserer Entscheidung nie zur Diskussion".

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