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Übernahme: Neue Hoffnung für Pfaff Nähmaschinen

Der Maschinenpark ist überaltet, das Firmengelände viel zu groß, trotzdem haben die rund 400 Mitarbeiter des insolventen Nähmaschinenherstellers Pfaff Hoffnung, dass es weitergehen könnte. Konkurrent Dürkopp will die Produktion übernehmen und der einzige Hersteller für Industrienähmaschinen in Europa werden.

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Die Nähmaschinenhersteller Pfaff hofft auf eine Übernahme. Foto: AP Quelle: ap
Die Nähmaschinenhersteller Pfaff hofft auf eine Übernahme. Foto: AP Quelle: ap

KAISERSLAUTERN. Für den insolventen Nähmaschinenhersteller Pfaff in Kaiserslautern gibt es wieder Hoffnung. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Paul Wieschemann haben mehrere Unternehmen ernsthaftes Interesse an Pfaff angemeldet. „Wir sprechen mit vier strategischen Investoren und einem Finanzinvestor“, sagte Wieschemann der „Saarbrücker Zeitung“.

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Einer der Interessenten ist Informationen aus Unternehmenskreisen zufolge der Konkurrent Dürkopp Adler aus Bielefeld. Ein Zusammengehen mit dem Bielefelder Konkurrenten wäre durchaus sinnvoll. Mit Pfaff wäre Dürkopp Adler der einzige Hersteller hochwertiger Industrienähmaschinen in Europa und hätte damit bessere Chancen, die derzeitige Marktkrise zu überstehen. Bei den Mitarbeitern von Pfaff allerdings geht die Angst um, dass der Konkurrent nur Markenrechte und Patente übernehmen will und Kaiserslautern letztlich leer ausgeht.

Pfaff ist durch jahrelanges Missmanagement geprägt. Der Maschinenpark ist überaltert, das Areal viel zu groß – 400 Mitarbeiter produzieren auf einem Gelände, das für 8 000 Mitarbeiter ausgelegt ist. Auch hat Pfaff zu viele verschiedene Produkte im Programm – jedes mit spezifischen Teilen. Schon 1999 hat Pfaff ein Insolvenzverfahren durchlaufen; der Verkauf der Haushaltsnähmaschinen hat dem Unternehmen Luft für einen Neuanfang gegeben. Es habe seitdem aber kaum Investitionen in die Zukunft gegeben, sagt der Insolvenzverwalter.

Das Land werde seine Möglichkeiten nutzen, im Rahmen der beihilferechtlichen Vorgaben Arbeitsplätze zu retten, sagt Joachim Winkler, Sprecher des Wirtschaftsministeriums. Viel Zeit ist nicht mehr: Die vorläufige Insolvenz läuft Ende des Jahres aus. Bis dahin muss klar sein, welcher Investor an welchen Teilen zu welchen Bedingungen interessiert ist.

Pfaff befindet sich seit 12. September in Insolvenz. Das Unternehmen hatte 2007 bei einem Umsatz von rund 65 Mio. Euro rund sechs Mio. Euro Verlust gemacht. Die Schulden lagen laut Vorstandschef Josef Kleebinder auf rund 40 Mio. Euro. Die Eigentümer, die Münchner Beteiligungsfirma GCI Management, war nicht bereit, dem Unternehmen weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen.

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