Übernahme-Poker
Conti stockt Abwehrteam um weitere Banken auf

Im Kampf gegen die feindliche Übernahmeofferte der Schaeffler-Gruppe stockt der Autozulieferer Continental sein Abwehrteam um zwei Banken auf. Wie aus Finanzkreisen verlautete, hat der Konzern nun auch die Citigroup und die britische HSBC verpflichtet.

HB HANNOVER/LONDON. Bisher hatten schon Goldman Sachs, JP Morgan und die Deutsche Bank den von der fränkischen Schaeffler-Gruppe umworbenen Konzern beraten. Citi und HSBC lehnten wie Continental eine Stellungnahme ab.

Contis Kalkül könnte Bankern zufolge sein, dass Schaeffler nun weniger große Banken zur Verfügung stehen, die Risiken des Milliardenkredits für Schaeffler in ihre Bücher nehmen. Die sechs Institute, die dem Familienunternehmen Kredite zur Übernahme zugesagt haben, sind seit vergangener Woche dabei, die Risiken an andere Banken weiterzureichen.

Das vorliegende Schaeffler-Angebot bewertet Continental mit mehr als elf Mrd. Euro. Continental hat die Offerte als zu niedrig zurückgewiesen. Der Aufsichtsrat des Konzerns beauftragte das Management unlängst, Abwehrstrategien auszuloten. Kreisen zufolge könnte dazu eine Kapitalerhöhung zählen. Auch die Suche nach einem "weißen Ritter", der ein Gegenangebot präsentieren könnte, sei eine Möglichkeit, hieß es weiter.

Continental fordert von Schaeffler entweder eine höhere Offerte oder die Beschränkung auf eine niedrigere Beteiligung. Am Montag notierte die Conti-Aktie gut ein Prozent schwächer bei 71,74 Euro, lag damit aber immer noch über dem Angebotspreis von 70,12 Euro - ein Zeichen dafür, dass Anleger auf eine Erhöhung des Preises spekulieren. HSBC senkte das Preisziel für das Papier inzwischen auf 82 von 96 Euro.

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