Übernahme
Sinalco kauft Mineralwassermarke

Der Duisburger-Getränke Konzern übernimmt die Mineralwasser-Marke Staatl. Fachingen.
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DüsseldorfDer Duisburger Getränke-Konzern Sinalco übernimmt die Mineralwasser-Marke Staatl. Fachingen von der börsennotierten Mineralbrunnen AG (Minag). Damit erhält der Konzern eine deutschlandweit bekannte Premium-Marke. Einen Kaufpreis nannten die Partner nicht. Durch den Verkauf erwartet die Minag nach Konzernangaben jedoch einen Gewinn von rund 20 Millionen Euro.

Die Mineralbrunnen AG hatte in den vergangenen Monaten mehrere Konzernteile zum Verkauf gestellt. Bereits Ende 2010 hatte der krisengebeutelte Konzern seine Traditions-Quelle in Bad Überkingen an einen Investor verkauft.

Seit 2007 schreibt der Konzern Verluste, 2010 stand ein bereinigter Jahresverlust von 5,6 Millionen Euro, dazu kamen hohe Wertberichtigungen aus dem Verkauf der Quelle. Unter dem Strich ergab sich ein Gesamtverlust von 24 Millionen Euro bei 149 Millionen Euro Umsatz.

Mit Fachingen fehlt der Minag künftig ein Gewinnbringer: 2010 kam die Quelle nach Sparanstrengungen auf einen Betriebsgewinn von 1,5 Millionen Euro, der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 17,3 Millionen Euro. Konzernchef Michael Bartholl erklärte, die Minag wolle sich auf Süddeutschland konzentrieren. Daher sei es sinnvoll, die deutschlandweit vertriebene Marke Fachingen zu verkaufen.

Für das Familienunternehmen Hövelmann, das mit 147,6 Millionen Euro Umsatz 2010 hinter Sinalco steht, ist Fachingen wohl auch deshalb interessant, weil das Heilwasser weniger vom Billig-Trend in der Branche gebeutelt wird als weniger markenstarke Konkurrenten.

Als Marke gut zu Sinalco gepasst hätte wohl auch nationale Marke Afri-Cola. Minag bietet die Szene-Marke seit Monaten erfolglos zum Verkauf an. In der Branche heißt es, die Preisvorstellungen für den Verlustbringer seinen völlig überzogen.

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