Übernahme
Strabag kann in Walter-Bau-Geschäftsführung mitwirken

Die österreichische Baugruppe Strabag ist bei ihrem Ziel einer Übernahme großer Teile des Walter-Bau-Konzerns einen Schritt vorangekommen. Noch vor Abschluss des noch laufenden Kartellverfahrens erteilte die EU-Kommission mit sofortiger Wirkung die Befreiung vom Vollzugsverbot.

HB KÖLN. Damit könne die Strabag Gruppe nun in der Geschäftsführung mitwirken und Einfluss auf das operative Geschäft nehmen, sagte ein Sprecherin am Mittwoch in Köln. Falls das Kartellamt zustimme, werde Strabag die Dywidag Holding GmbH mit der Walter Heilit Verkehrswegebau, der Dywidag International und der Dywidag SF- und Ing. Bau GmbH übernehmen.

Vor allem mit öffentlichen Auftraggebern und den beteiligten Banken sollten nun weitere Vereinbarungen getroffen werden, um die Fortführung möglichst vieler Bauprojekte und den Erhalt „der dazu gehörigen Arbeitsplätze“ sicherzustellen. Der Strabag-Konzern hatte bereits zuvor als Ziel angegeben, nach der Übernahme mindestens 3000 Arbeitsplätze erhalten zu wollen.

Nach einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ will sich Insolvenzverwalter Werner Schneider an diesem Freitag dazu äußern, wie viele Beschäftigte übernommen werden. Die Gewerkschaft IG Bau sieht die meisten der 9000 Stellen des einst drittgrößten deutschen Baukonzerns akut gefährdet. Die Strabag mit einer jährlichen Bauleistung von 5,6 Milliarden Euro beschäftigt rund 33 000 Mitarbeiter in Österreich, Deutschland und osteuropäischen Ländern.

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